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Wohnungsnot

Ferienwohnungen: Linke nimmt Plattformen ins Visier

Manchen Wohnungsbesitzern scheint die Vermietung an Feriengäste lukrativer als an reguläre Dauermieter. Organisiert wird dies zum Beispiel per Schlüsselbox. (Symbolbild)

Manchen Wohnungsbesitzern scheint die Vermietung an Feriengäste lukrativer als an reguläre Dauermieter. Organisiert wird dies zum Beispiel per Schlüsselbox. (Symbolbild) Foto: Soeren Stache/dpa

In vielen Ballungsräumen gehen etliche reguläre Wohnungen ausschließlich an Feriengäste. Lindert es die Wohnungsnot, wenn man die kurzfristige Vermietung eindämmt?

Von dpa Montag, 15.09.2025, 14:45 Uhr

Berlin. Nach dem Vorbild Spaniens will die Linke auch in deutschen Großstädten wie Hamburg und Berlin die Vermietung von Wohnungen an Touristen über Plattformen wie Airbnb eindämmen. Die kurzzeitige Überlassung der selbst genutzten Wohnung sei okay, sagte Parteichef Jan van Aken in Berlin. Nicht in Ordnung sei es hingegen, wenn Wohnraum ausschließlich kommerziell an Feriengäste vermietet werde. 

Im Visier hat er nach eigenen Worten sogenannte Superhosts - bei ihnen sei klar, dass dort ausschließlich Touristen unterkämen. „Wir müssen da ran“, sagte van Aken. Die Wohnungsämter benötigten mehr Personal zur Kontrolle. Und bei Plattformen müsse es einen automatischen Datenabgleich geben. Gingen die ausschließlich als Ferienwohnung genutzten Objekte zurück in den Mietmarkt, werde sich die Lage in den Ballungsräumen schnell ändern, sagte der Parteichef. 

Die spanische Regierung hatte mitgeteilt, sie wolle mehr als 53.000 illegale Ferienwohnungen von den Onlineplattformen streichen lassen. Diese Wohnungen würden bald dem regulären Wohnungsmarkt zugeführt, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Wochenende an.

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