Frischer Saft und alte Sorten: Das bietet der Apfeltag in Ahlerstedt
Beim Apfeltag werden verschiedene Sorten vorgestellt. Foto: Dorferneuerungsverein Ahlerstedt
Welche Apfelsorte wächst eigentlich im eigenen Garten? Beim Ahlerstedter Apfeltag hilft ein Pomologe bei der Bestimmung - und auch sonst dreht sich alles um den Apfel.
Ahlerstedt. Kunsthandwerk, Gewürze, Marmeladen und natürlich jede Menge Äpfel gibt es am kommenden Sonntag, 11. Oktober, beim Ahlerstedter Apfeltag zu entdecken. Von 11 bis 17 Uhr lädt der Dorferneuerungsverein zum 23. Mal in die Holzhäuser Straße, rund um das Backhaus, zum großen Apfelfest.
Markttreiben mit mehr als 60 Ausstellern
Schon seit Wochen stecken die Mitglieder des Dorferneuerungsvereins ehrenamtlich jede freie Minute in die Planung und Organisation des Festes. „Wir hoffen auf viele Besucher“, sagt Volkhard Treisch, 1. Vorsitzender.
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Mehr als 60 Aussteller werden unterschiedliche Produkte rund um den Apfel anbieten: darunter frische Äpfel aus dem Alten Land, alte Apfelsorten oder Direktsaft aus eigener Herstellung. Auch Gewürze, Liköre, Obstbrände und Marmeladen werden angeboten. Ein Imker bringt nicht nur seinen Honig mit, sondern zeigt Interessierten auch, wie ein Bienenvolk hinter Glas aussieht.

Am Sonntag dreht sich in Ahlerstedt alles um den Apfel. Foto: Dorferneuerungsverein Ahlerstedt
Zudem bieten Kunsthandwerker und Hobbykünstler ihre Waren an: Das Angebot reicht von selbst gestrickten Socken über Holzartikel, Blumenkörbe und Rankgitter bis hin zu verschiedenen Deko- und Gebrauchsartikeln für innen und außen.
Pomologe hilft: Alte Sorten bestimmen lassen
Der Finkenwerder Herbstprinz, Jakob Lebel und der Horneburger Pfannkuchenapfel sind nur einige der fast vergessenen Sorten, die in einer Apfelausstellung vorgestellt werden. An verschiedenen Ständen können Besucherinnen und Besucher sich darüber informieren, wie wichtig der Erhalt alter Obstbäume und -wiesen für Pflanzen und Tiere ist und wie sie neu angelegt werden können.
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Wer einen eigenen Apfelbaum im Garten hat und nicht weiß, welche Sorte sich dahinter verbirgt, dem hilft ein erfahrener Pomologe zwischen 11 und 16 Uhr weiter: Für die Bestimmung der Sorte benötigt der Fachmann drei bis fünf sonnengereifte, typische Äpfel einer Sorte - mit Stiel und ohne Wurm.

Auch Gartenfreunde kommen beim Ahlerstedter Apfeltag auf ihre Kosten. Foto: Dorferneuerungsverein Ahlerstedt
„Der Apfeltag soll die Besucher sensibler für die alten Apfelsorten machen und ihnen zeigen, welche Kostbarkeiten womöglich noch in einer Ecke des eigenen Gartens schlummern“, erklärt Volkhard Treisch. Denn viele Besucher wüssten nicht, dass sie einen Holländer Prinz oder einen Danziger Kantapfel in ihren Garten stehen haben. „Gerade in unserer ausgeräumten Landschaft gehören kleine Streuobstwiesen zu den ganz großen Biotopen“, so Treisch weiter.
Vorführung: So gelingt der richtige Schnitt
2650 Liter Apfeldirektsaft wurden in diesem Jahr von einer mobilen Mosterei gepresst. Die Äpfel stammen direkt von den Ahlerstedter Streuobstwiesen und wurden vor Ort in Fünf-Liter-Gebinde abgefüllt. Diese können am Sonntag erworben werden. Zudem wird es eine Apfelverkostung geben.
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Auch Gartenfreunde kommen auf ihre Kosten: Zahlreiche Stauden aus dem Garten, Blumenzwiebeln für eine reiche Blütenpracht im Frühjahr und Obstgehölze alter Sorten werden angeboten. Um 14.30 Uhr wird der Schnitt an einem jungen Apfelbaum am Stand von Baumschule Treisch gezeigt.
Neben frischem Apfel- und Butterkuchen wird es - solange der Vorrat reicht - deftiges Brot aus dem Steinbackofen geben. Ansonsten bieten verschiedene Stände Bratwurst, Pommes, Kartoffelpuffer, Waffeln und Eis an.
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Fahrräder können direkt am Markt (Ecke Holzhäuserstraße / Kleine Kamp) abgestellt werden. Autofahrer können in der Holzhäuserstraße auf dem alten Sportplatz parken oder den Shuttlebus vom Edeka-Parkplatz Am Schützenhof 3 nutzen.
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