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2. Fußball-Bundesliga

Fünfkampf um Aufstieg: Hannover patzt, Schalke bleibt Spitze

Elias Saad (m) und die anderen Hannoveraner haben gegen Fürth gepatzt.

Elias Saad (m) und die anderen Hannoveraner haben gegen Fürth gepatzt. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Hannover 96 heißt der große Verlierer des 25. Spieltags im Aufstiegsrennen. Schalke, Darmstadt und Elversberg siegen und ziehen etwas davon. Von den Topteams lässt auch Paderborn Punkte liegen.

Von Jörg Soldwisch, dpa Sonntag, 08.03.2026, 15:40 Uhr

Berlin. Im packenden Fünfkampf um die Aufstiegsplätze der 2. Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 einen herben Dämpfer erlitten. Die Niedersachen verloren überraschend zu Hause gegen Abstiegskandidat SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 und sind damit unter den Topteams der große Verlierer des 25. Spieltags. 

Als Fünfter beträgt Hannovers Rückstand auf die Tabellenspitze nun schon fünf Punkte, der Relegationsrang ist mit drei Zählern aber weiterhin in Reichweite. Neben Hannover ließ auch der SC Paderborn fest eingeplante Punkte liegen. Schalke 04, SV Darmstadt 98 und SV Elversberg gaben sich hingegen keine Blöße. 

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich durch das 2:3 beim VfL Bochum endgültig aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter verabschiedet. Der neue Tabellensechste Hertha BSC schöpft dagegen nach dem 2:1 bei Preußen Münster wieder ein wenig Hoffnung. 

Dzeko trifft - und beißt sich durch

Bei Schalke war wieder einmal auf Stürmerstar Edin Dzeko Verlass. Der 39 Jahre alte Bosnier erzielte beim schwer erkämpften 1:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld den Siegtreffer. Ein Abstaubertor - das er unter Schmerzen erzielte. Denn Dzeko hatte sich im ersten Zweikampf mit Gegenspieler Robin Knoche am Rücken verletzt, wie Trainer Miron Muslic verriet.

Edin Dzeko war wieder ein Aktivposten für Schalke.

Edin Dzeko war wieder ein Aktivposten für Schalke. Foto: Bernd Thissen/dpa

„Jetzt müssen wir abwarten“, sagte Muslic zu einem möglichen Ausfall des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs. Dass der prominenteste Spieler der 2. Liga dennoch bis zu seiner Auswechslung in der 88. Minute durchgehalten und viele Zweikämpfe bestritten hatte, beeindruckte auch den Coach: „Das ist auch Edin Dzeko. Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Darmstadt zeigt Reaktion

Die Darmstädter bewiesen gegen Holstein Kiel einmal mehr ihre enorme Heimstärke am Böllenfalltor. Das 2:0 war der siebte Sieg in Serie vor heimischen Fans, der die Aufstiegshoffnungen nährt. Trainer Florian Kohfeldt war froh, dass sein Team nach dem Ausrutscher in Dresden (1:3) die passende Reaktion gezeigt hat. 

„Denn eine Niederlage kann etwas mit einer Gruppe machen, damit sind wir aber – auch mit den vielen Ausfällen von Schlüsselspielern – sehr gut umgegangen“, lobe Kohfeldt, der unter anderem die verletzten Fabian Nürnberger, Matthias Bader und Fraser Hornby ersetzen musste.

Späte Tore für Elversberg und Paderborn

Nur mit Mühe verhinderte Elversberg einen Rückschlag. Beim 1:0 gegen Abstiegskandidat 1. FC Magdeburg mussten die Fans bis zur 85. Minute warten, ehe Lukasz Poreba das Siegtor gelang. „Es war ein Arbeitssieg - nicht mehr, nicht weniger. Und es ist klar, dass gerade nicht alles so flutscht“, sagte Trainer Vincent Wagner: „Da boxen wir uns gerade so durch.“

Die Paderborner wussten nicht, ob sie sich nach dem 1:1 gegen Braunschweig über zwei verlorenen Punkte ärgern oder über einen gewonnenen Zähler freuen sollten. Sven Michel gelang erst in der achten Minute der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer für die rund eine halbe Stunde in Überzahl spielenden Gastgeber.

„Ich bin froh, dass wir noch einen Punkt geholt haben. Ich bin mir sicher, dass der noch wichtig wird“, sagte SC-Trainer Ralf Kettemann. Defensivspieler Felix Götze haderte dagegen mit der verpassten Sieg-Chance: „Braunschweig hat uns viel Platz gelassen. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, hatten genug Chancen.“

Die Richtung des SV Darmstadt und von Trainer Florian Kohfeldt zeigt wieder nach oben.

Die Richtung des SV Darmstadt und von Trainer Florian Kohfeldt zeigt wieder nach oben. Foto: Uwe Anspach/dpa

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