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GB: Behörde gibt Erlaubnis für umstrittenes Nordsee-Ölfeld

Die Regierung von Premier Rishi Sunak argumentiert, die Nutzung heimischer Ressourcen sei notwendig, um die Energieversorgung während des Übergangs zu erneuerbaren Energien zu sichern.

Die Regierung von Premier Rishi Sunak argumentiert, die Nutzung heimischer Ressourcen sei notwendig, um die Energieversorgung während des Übergangs zu erneuerbaren Energien zu sichern.

Das Rosebank-Ölfeld nordwestlich der Shetland-Inseln gilt als größtes bisher unerschlossenes Ölfeld in britischen Gewässern. Klimaschützer sind empört, die Regierung verteidigt das Projekt.

Mittwoch, 27.09.2023, 15:55 Uhr

Die zuständige britische Aufsichtsbehörde hat ihre Zustimmung für umstrittene Pläne zur Ausbeutung eines Ölfelds auf dem Grund der Nordsee gegeben. Wie die North Sea Transition Authority (NSTA) mitteilte, dürfen die beiden Firmen Equinor und Ithaca Energy mit der Erschließung des Rosebank-Ölfelds nordwestlich der Shetland-Inseln beginnen.

Rosebank gilt als größtes bisher unerschlossenes Ölfeld in britischen Gewässern. Dort könnten künftig nach Angaben der beteiligten Unternehmen 69.000 Barrel Öl pro Tag gefördert werden. Der Behörde zufolge stehen die Pläne zur Ausbeutung des Ölfelds im Einklang mit dem Ziel Großbritanniens, bis 2050 klimaneutral zu werden.

Klimaschützer kritisieren die Pläne als unverantwortlich. Die konservative Regierung von Rishi Sunak in London argumentiert jedoch, die Nutzung heimischer Ressourcen sei notwendig, um die Energieversorgung während des Übergangs zu erneuerbaren Energien zu sichern.

Die Grünen-Abgeordnete im britischen Unterhaus, Caroline Lucas, bezeichnete die Entscheidung als „größten Akt von Umwelt-Vandalismus in meiner Lebenszeit”.

© dpa-infocom, dpa:230927-99-351254/2

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