Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst endet erfolglos
Die Polizei sucht mitten im Wald nach dem Verdächtigen. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Seit Tagen sucht die Polizei nach einem 48-Jährigen, der für versuchte Sabotage-Akte gegen das deutsche Stromnetz verantwortlich sein soll. Eine Suche am Hambacher Forst am Sonntag blieb erfolglos.
Kerpen. Wegen versuchter Sabotage-Angriffe auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei mit einem Großaufgebot am Hambacher Forst bei Kerpen westlich von Köln nach dem Tatverdächtigen gesucht - ohne Erfolg. Die Suchmaßnahmen starteten am Mittag, wurden gegen 19 Uhr aber beendet, wie ein Sprecher der Kölner Polizei der dpa mitteilte. Es seien keine Hinweise gefunden worden. Die generelle Fahndung nach dem Täter gehe aber weiter.
Ziel des Einsatzes war es demnach, den 48-jährigen Tatverdächtigen selbst oder Spuren, die Hinweise auf ihn liefern, zu finden. Laut Beobachtungen eines dpa-Reporters waren bis zu 100 Fahrzeuge der Polizei vor Ort. Der Mann hatte Bekennerschreiben versandt, die auf „Täterwissen“ hindeuteten, wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte.
Im Wald trafen die Polizisten auch auf ein bewohntes Baumhaus. Um es zu durchsuchen, hätte es Spezialeinsatzkräfte gebraucht, die spontan allerdings nicht zur Verfügung standen, wie der Polizeisprecher mitteilte. Die Polizei behalte die Situation vor Ort allerdings im Auge. Wegen der Sabotageaktionen wird seit Tagen nach dem 48 Jahre alten Tatverdächtigen gesucht. Die Ermittler hatten am Samstag einen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des Verdächtigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet veröffentlicht.
Auch mögliche Verstecke auf Bäumen werden geprüft. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Das Gebiet wird systematisch von den Einsatzkräften erfasst. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Am Hambacher Forst läuft ein Großeinsatz der Polizei. Foto: Christoph Reichwein/dpa