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Hängepartie: Warum der Kletterpark in Otterndorf erst 2023 starten kann

So soll er aussehen, der Kletterpark am Otterndorfer See Achtern Diek . Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Anlage im Frühjahr öffnen, doch das Vorhaben verzögert sich. Fotos: Buhl Outdoor & Sport Events

So soll er aussehen, der Kletterpark am Otterndorfer See Achtern Diek . Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Anlage im Frühjahr öffnen, doch das Vorhaben verzögert sich. Fotos: Buhl Outdoor & Sport Events

In schwindelerregende Höhen klettern und mit Seilen übers Wasser rutschen: Der Kletterpark am Otterndorfer See sollte in diesem Frühjahr eröffnen. Doch es hakt an mehreren Enden. Eine Realisierung vor 2023 scheint mittlerweile unwahrscheinlich.

Montag, 10.01.2022, 08:31 Uhr

Thomas Körber, Betreiber der Fußballgolfanlage am Otterndorfer See, und die Firma „Buhl Outdoor & Sport Events“ aus Wiefelstede wollen hoch hinaus. Und zwar zehn Meter. So hoch soll der Kletterpark werden, den sie im Feriengebiet Achtern Diek planen. Das Vorhaben ist schon länger in Vorbereitung: Der Kletterpark soll auf der Fläche der kompletten Fußballgolf-Anlage und auf angrenzenden Flächen (und Bäumen) der Stadt Otterndorf entstehen. Insgesamt sind sechs Parcours mit 44 Elementen geplant. Die unterschiedlichen Kletterparcours werden in einer Höhe von drei bis zehn Metern errichtet. Etwa zwölf Bäume werden dafür genutzt, unter anderem die großen Pappeln am Rande des Parkplatzes. Sieben zehn Meter hohe Masten machen eine Konstruktion über der Fußballgolfanlage möglich. „Zeitgleich können bis zu 130 Personen aktiv sein“, erklärt Thomas Körber.

Damit sich der Park von anderen Kletterparks in der Umgebung abhebt, sollen möglichst viele Seilbahnen und Rutschen als Elemente und „Abstiege“ entstehen. Als besonderer Adrenalinschub sind zwei See-Überquerungen geplant. „Das wird ein Alleinstellungsmerkmal sein“, ist Körber überzeugt.

Bauaufsicht meldet Bedenken an

Geplant ist auch ein Gebäude mit Toiletten und Lager zwischen der Kletteranlage und dem Südsee-Wassersport, „so dass der Park ein frisches, neues Gesicht bekommt und noch mehr Touristen und Einheimische aus dem Umland anzieht“, so Körber.

Im April wurden die Pläne für diese „naturnahe und freizeitwertvolle touristische Attraktion“ erstmals öffentlich vorgestellt. Im Otterndorfer Tourismusausschuss stieß das Projekt damals auf offene Ohren. Doch seitdem hakt es. Das liegt zum einen an der Corona-Pandemie, aber auch an Verzögerungen im Planungsverfahren sowie Bedenken, die vom Amt für Bauaufsicht und Regionalplanung des Landkreises Cuxhaven geäußert werden.

Realisierung vor 2023 scheint nicht möglich

Der Landkreis Cuxhaven sieht die Genehmigung des Vorhabens wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung kritisch. Vermutlich muss ein neuer Bebauungsplan her, um eine Baugenehmigung für den Kletterpark zu erhalten. Aus Otterndorfer Verwaltungskreisen ist zu hören, dass eine Realisierung vor 2023 nicht möglich zu sein scheint.

Der neu gebildete Tourismus- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Otterndorf wollte sich ursprünglich diese Woche mit den Kletterpark-Plänen befassen. Dort sollte auch eine Visualisierung der geplanten Anlage präsentiert werden. Doch die Sitzung wurde aufgrund der pandemischen Lage abgesagt. „Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt“, kündigt Stadtdirektor Frank Thielebeule an.

Clou der geplante Anlage ist die See-Überquerung.

Clou der geplante Anlage ist die See-Überquerung.

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