Hamburger heiß auf Spezialbrillen vor der Sonnenfinsternis
Jana Timm hat vier Spezialbrillen zur Beobachtung der Sonnenfinsternis gekauft. Foto: Christian Charisius/dpa
Vom Zahnarzt in die Warteschlange am Planetarium. Wie sich Hamburger auf das Naturspektakel am Abend vorbereiten.
Hamburg. Nach dem Zahnarztbesuch hat sich Jana Timm noch mit einem wichtigen Utensil für den heutigen Abend eingedeckt. Am Planetarium im Hamburger Stadtpark ergatterte die Hanseatin eine der letzten Spezialbrillen, um den bestmöglichen Blick auf die partielle Sonnenfinsternis zu haben, die am Abend auch in Deutschland zu beobachten ist.
„Ich dachte mir spontan, ich schaue mal beim Planetarium vorbei für die Brillen, und ich war erfolgreich“, sagte die Hamburgerin, die insgesamt vier Exemplare ergattert hat und das Naturspektakel am Abend gemeinsam mit einigen Freundinnen erleben will.
„Das macht schon was mit einem, wenn man die Sonne sieht und dann sieht man die Mondscheibe, die davor zieht“, sagte die stellvertretende Direktorin des Planetariums, Mariana Wagner.
„Heute ist wirklich ein Ausnahmezustand“
Während anderswo eine sogenannte Totalität zu sehen ist, beträgt in Hamburg der Bedeckungsgrad der Sonne etwa 85 Prozent. Auch dies sorgte für den Run auf die zertifizierten Spezialbrillen, ohne die die Finsternis nicht betrachtet werden soll.
„Die letzten Sonnenfinsternisse hatten weniger Bedeckung“, sagte Wagner. „Heute ist wirklich ein Ausnahmezustand.“ Vor dem alten Wasserturm, in dem das Planetarium untergebracht ist, bildete sich eine lange Schlange.
Eine Totalität hat es an Elbe und Alster auch schon gegeben - zuletzt 1406, wie Mariana Wagner berichtete: „Die nächste wird 2135 sein. Da müssen wir alle noch mal gut durchhalten bis dahin.“

Die Sonnenfinsternis soll nur mit zertifizierten Spezialbrillen betrachtet werden. Foto: Christian Charisius/dpa

Auch am Hamburger Planetarium kann die partielle Sonnenfinsternis verfolgt werden. Foto: Christian Charisius/dpa

Vor dem Planetarium bildete sich eine lange Schlange. Foto: Christian Charisius/dpa

Besucher des Planetariums warten darauf, eine der Spezialbrillen kaufen zu können. Foto: Christian Charisius/dpa