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Südliche Metropolregion

IG Bau: Wechsel an der Gewerkschaftsspitze im Bezirksverband Hamburg

Achim Bartels vertritt die Interessen von 8000 Beschäftigten.

Achim Bartels vertritt die Interessen von 8000 Beschäftigten.

Achim Bartels ist zum Vorsitzenden des Bezirksverbands Hamburg der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gewählt worden. Er kümmert sich um die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften sowie Beschäftigten aus der Land- und Forstwirtschaft auch im Landkreis Stade.

Donnerstag, 17.03.2022, 17:00 Uhr

Der 58-Jährige übernimmt damit die Nachfolge von Matthias Maurer. Er ist gelernter Zimmermann und Stahlbetonbau-Meister. Als Betriebsratsvorsitzender beim Hamburger Bauunternehmen Theo Urbach kümmert er sich um die Belange von rund 100 Beschäftigten. Ehrenamtlich engagiert sich Bartels, der aus Wacken (Kreis Steinburg) stammt, im Vorstand der Handwerkskammer Hamburg. Außerdem gehört er bei der IG Bau der Bundestarifkommission für das Bauhauptgewerbe an und handelt dort auf Bundesebene Tarifverträge für die Branche aus.

„Ob auf der Baustelle, in der Reinigungsfirma oder im Malerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Bartels. Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten, sich für die eigenen Interessen einzusetzen. Besonders das Handwerk in der Region sei in den nächsten Jahren auf Tausende zusätzliche Mitarbeitende angewiesen.

Die Beschäftigten dürften sich deshalb nicht unter Wert verkaufen. „Fachleute sollten auf einer tariflichen Bezahlung bestehen.“

Weiterbildung als "Riesen-Thema"

Zugleich will sich Bartels dafür einsetzen, dass Beschäftigte stärker mitentscheiden, wie ihr Job in Zukunft aussieht. Ein „Riesen-Thema“ sei hier die Weiterbildung. „Viele Branchen stehen vor einem enormen Umbruch. Ob es um die klimagerechte Sanierung von Altbauten, den Waldumbau oder die Digitalisierung in der Baubranche geht – Arbeitnehmer müssen durch zusätzliches Know-how für die Zukunft fit gemacht werden“, so Bartels. Neue Trends und Technologien müssten den Beschäftigten zugutekommen, statt Jobs zu gefährden.

Außerdem kündigt Bartels an, sich in politische Debatten einzumischen: „Viele Vorhaben der Berliner Ampel-Koalition haben Auswirkungen in unserer Region – vom Mindestlohn über die Umgestaltung der Agrarwirtschaft bis hin zur gesetzlichen Rente.“

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