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Gerichtsurteil

Mörder der Inline-Skaterin muss lebenslang ins Gefängnis

Der Angeklagte sitzt im März vor Prozessbeginn mit seiner Anwältin Daniela Post (l) in der Stadthalle, die das Landgericht Verden für den Mordprozess gegen den Mann nutzt

Der Angeklagte sitzt im März vor Prozessbeginn mit seiner Anwältin Daniela Post (l) in der Stadthalle, die das Landgericht Verden für den Mordprozess gegen den Mann nutzt (Archivbild). Foto: Janet Binder/dpa

Wegen Ermordung einer 17-Jährigen und zweier Mordversuche an Frauen hat das Landgericht Verden einen Mann zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Das Motiv: Unzufriedenheit mit seiner Lebenssituation.

Von dpa Montag, 15.07.2024, 12:00 Uhr

Verden. Innerhalb von vier Tagen ermordete ein Mann eine 17-jährige Inline-Skaterin und verletzte zwei weitere Frauen schwer - das Landgericht Verden hat ihn dafür zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem stellte es die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete die Unterbringung des 43-Jährigen in einer Sicherungsverwahrung an. Damit kann er nicht nach 15 Jahren Haft entlassen werden.

Der Landwirtschaftsmeister hatte im September 2023 im Landkreis Diepholz laut Gericht zunächst die Inline-Skaterin mit einem Messer getötet. Drei Tage nach der Tat in Barenburg versuchte er in Sulingen nahe Bremen und in der Region Hannover, zwei Frauen zu ermorden. Die eine hatte er mit einem Messer angegriffen, die andere mit dem Auto von hinten angefahren.

Als Mordmerkmale erkannte das Gericht für alle drei Fälle Heimtücke und niedrige Beweggründe. „Der Angeklagte ist mit seinem Auto durch die Gegend gefahren und hat sich wahllos Opfer ausgesucht“, sagte der Vorsitzende Richter. Motiv für die Taten sei die Unzufriedenheit des Angeklagten mit seiner Lebenssituation gewesen. (dpa)

Hinweis der Redaktion: Der Artikel wurde um 15.44 Uhr aktualisiert.

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