Inzidenz im Kreis Stade sinkt unter 1000 - Meldeverzug über Ostern
Die Grafik zeigt das Corona-Virus, das die Covid-Erkrankung auslöst. Nun hat auch Lutter, lange Zeit frei vom Virus, wieder zwei aktive Infektionen. Foto: pixabay
Zum ersten Mal seit 10. März ist der Inzidenzwert im Kreis Stade unter 1000 gesunken. Dennoch liegt der Wert weiterhin deutlich über den Bundesdurchschnitt, und auch in der Region hat ein Nachbarkreis ein geringeres Infektionsgeschehen als Stade.
(Letztes Update am Montag, 18. April, 14.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Krankenhaus hinzugefügt)
Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist für Ostermontag einen Inzidenzwert von 936,9 aus (Stand: 18. April, 3.10 Uhr). Am Ostersonntag lag der Wert noch bei 1008,5. Noch vor einer Woche lag der Wert bei 1202,3. Allerdings wurden über die Feiertage keine Fallzahlen übermittelt. Die Anzahl der positiven Fälle im Kreis - 43.369 insgesamt, seit Beginn der Pandemie - und auch die Zahlen der Menschen, die im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben sind (190), bleibt daher unverändert. Und auch die Belegung in den Elbe Kliniken blieb am Ostermontag konstant: weiterhin werden 19 Patienten stationär behandelt, davon 3 auf der Intensivstation (Stand: Stand 18. April / Quelle: FRL Stade)
Auch wenn die Fallzahlen deutschlandweit in den vergangenen Wochen zurückgegangen sind, spiegelt das wohl nicht das reale Infektionsgeschehen wieder. Das RKI selbst weißt auf seiner Seite darauf hin, dass es "aufgrund der Feiertage und Ferien und der damit verbundenen geringeren Test-, Melde- und Übermittlungsaktivität kurzfristig zu einer erhöhten Untererfassung der Fälle im Meldesystem kommen kann".
Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.
Inzidenzwert in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 1327,8
- Rotenburg: 1008,6
- Harburg: 860,9
Immer noch mehr als 20.000 Neuinfektionen
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 808,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 834,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1080,0 (Vormonat: 1706,3).
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 20.482 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 30.789 registrierte Ansteckungen.
Elf weitere Corona-Tote in Deutschland
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 11 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.437.145 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Donnerstag mit 6,41 an (Mittwoch: 6,49). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen, an Wochenenden und Feiertagen wird diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz nicht aktualisiert. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Ostermontag mit 20.085.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 132.953. (bat/dpa)