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Kreisstraßenmeistereien beenden Winterdienst-Saison und ziehen Bilanz

Ausrücken mussten die Räum- und Streufahrzeuge schon seit einigen Wochen nicht mehr. Jetzt ist der Winterdienst offiziell beendet.

Ausrücken mussten die Räum- und Streufahrzeuge schon seit einigen Wochen nicht mehr. Jetzt ist der Winterdienst offiziell beendet. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Kreisstraßenmeistereien im Landkreis Stade haben die Winterdienst-Saison beendet - und ziehen trotz des frost- und schneereichen Winters eine positive Bilanz.

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Von Sabine Lohmann
Samstag, 18.04.2026, 04:50 Uhr

Landkreis. Nun ist auch offiziell Schluss: Die Kreisstraßenmeistereien Bliedersdorf und Drochtersen haben die Winterdienst-Saison beendet. Ausrücken mussten die Mitarbeiter schon seit einigen Wochen nicht mehr. Dafür waren sie von Weihnachten bis in den Februar hinein besonders viel im Einsatz.

Kreisstraßenmeistereien mussten häufiger ausrücken

Der Jahreswechsel und auch die darauffolgenden Wochen waren im Landkreis Stade außergewöhnlich frost- und schneereich. Daher mussten die Kreisstraßenmeistereien des Landkreises Stade deutlich häufiger ausrücken als in den Vorjahren, berichtet Sebastian Robohm, Leiter der Kreisstraßenmeisterei Bliedersdorf. „Die Kollegen haben großen Einsatz gezeigt, wofür ich ausgesprochen dankbar bin. Auch die Werkstattmeister haben tolle Arbeit geleistet, indem sie notwendige Reparaturen an den Einsatzfahrzeugen schnell behoben und damit Fahrzeugausfälle verhindert haben.“

Insgesamt haben die Kreisstraßenmeisterei Bliedersdorf und der Stützpunkt Drochtersen in der Saison 2025/2026 circa 1600 Stunden Winterdienst geleistet. In durchschnittlichen Jahren sind es rund 1000 Stunden.

Deutlich mehr Salz und Lauge wurden verbraucht

Und auch weitere Zahlen fallen höher aus als gewöhnlich. Die beiden Straßenmeistereien haben zusammen rund 1600 Tonnen Salz und rund 400.000 Liter Lauge verbraucht – und damit deutlich mehr als doppelt so viel wie in üblichen Wintern, um die circa 380 Kilometer Kreisstraßen und etwa 270 Kilometer Fahrradwege verkehrssicher zu halten.

Knapp wurden Streusalz und Co. dennoch nicht, berichtet Steven Tiedemann, Leiter der Straßenmeisterei Drochtersen. „Wir haben sehr gut gewirtschaftet und waren daher zu jeder Zeit einsatzbereit, um dem Winter zu trotzen.“

Die Salzhallen werden jetzt wieder gefüllt

Schon jetzt wird damit begonnen, die Salzhallen zu füllen. Die ersten rund 200 Tonnen Salz sind pro Straßenmeisterei bereits eingelagert. Außerdem werden in den nächsten Wochen Wartungen durchgeführt, verschlissenes Material wird ersetzt.

Der langanhaltende Frost und der viele Schnee nagten außerdem an den Straßen. Auch dafür sind die Straßenwärter weiterhin im Dauereinsatz, um Schäden zu beheben. „Wir setzen Kaltasphalt ein, um Schlaglöcher zu flicken. Inzwischen lassen es die Temperaturen auch zu, dass unser Asphaltschlitten zum Einsatz kommt, um die Fahrbahnen zu sanieren“, so Steven Tiedemann weiter.

Das Fazit fällt dennoch nicht negativ aus

Auch wenn herausfordernde Wochen hinter den Straßenwärtern liegen, fällt das Fazit alles andere als negativ aus, sind sich Sebastian Robohm und Steven Tiedemann einig: „Wir sind sehr stolz, so tolle Kollegen zu haben, die so viele Stunden im Winterdienst geleistet haben. Wir können schon jetzt sagen: Der nächste Winter kann kommen.“ (sal)

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