Leipzig in der Königsklasse - auch VfB mit guten Chancen
Ab in die Champions League: Leipzig jubelt. Foto: Jan Woitas/dpa
Leipzig feiert das Königsklassen-Ticket, doch auch Stuttgart darf träumen: Nach einem packenden Duell winkt nun Platz vier – und Hoffenheim lauert. Wer schafft es in die Champions League?
Berlin. RB Leipzig hat sich das Ticket für die Champions League geholt, und auch der VfB Stuttgart ist auf dem besten Weg in Richtung europäische Königsklasse. Die Leipziger sicherten am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga durch ein 2:1 (1:0) gegen Abstiegskandidat FC St. Pauli den dritten Platz hinter Meister Bayern München und Vize Borussia Dortmund ab.
Dahinter hat im Rennen um Platz vier nun der VfB Stuttgart die besten Karten. Die Schwaben zogen durch ein 3:1 (2:1) im direkten Duell an Bayer Leverkusen vorbei. Fünfter ist nun die punktgleiche TSG 1899 Hoffenheim, die gegen Werder Bremen 1:0 (1:0) gewann. Die Schwaben haben aber die um fünf Treffer bessere Tordifferenz. Leverkusen ist drei Zähler zurück Sechster.
Die Situation hatte sich für die drei Teams unter der Woche zugespitzt, nachdem klar war, dass die Bundesliga über das UEFA-Ranking keinen weiteren Startplatz für die Champions League erhält.
Geht es für Augsburg noch in die Conference League?
Von Europa darf auch noch der FC Augsburg träumen. Durch das 3:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach liegt die Mannschaft von Trainer Manuel Baum als Neunter nur noch einen Zähler hinter dem Siebten SC Freiburg und könnte noch die Conference League erreichen.
In Leipzig war sogar der globale Fußball-Chef Jürgen Klopp gekommen und wurde nicht enttäuscht. Xaver Schlager (45.) und Willi Orban (55.) besorgten mit ihren Toren die drei Punkte. Begonnen hatte die Partie mit einer Schweigeminute nach der Amokfahrt unter der Woche. Für den Vorletzten St. Pauli, der durch Abdoulie Ceesay (86.) zum späten Anschlusstreffer kam, spitzt sich die Situation indes weiter zu. Am Sonntag könnte sogar Schlusslicht 1. FC Heidenheim vorbeiziehen.
Beim Topspiel in Stuttgart legte Bayer einen Frühstart hin und ging durch Aleix Garcia schon nach 34 Sekunden in Führung, doch dem VfB gelang durch Ermedin Demirovic (5.) die schnelle Antwort. Maximilian Mittelstädt per Foulelfmeter (45.+7) und Deniz Undav (58.) drehten für den VfB endgültig das Spiel.

Der VfB hat beste Chancen auf Platz vier. Foto: Tom Weller/dpa
Frühe Rote Karte hilft Hoffenheim
Ärgster Rivale des VfB ist nun Hoffenheim. Dabei kam den Kraichgauern zugute, dass der Bremer Yukinari Sugawara wegen groben Foulspiels schon in der fünften Minute die Rote Karte sah. Danach kam Hoffenheim in Überzahl durch Bazoumana Touré (26.) zum Sieg. Am letzten Spieltag muss Stuttgart bei Eintracht Frankfurt ran, Hoffenheim ist bei Borussia Mönchengladbach zu Gast.
Die Gladbacher hatten nach dem perfekten Klassenverbleib in Augsburg offenbar schon in den Sommermodus geschaltet. Zweimal Michael Gregoritsch (24. und 72.) sowie Robin Fellhauer (42.) schossen den hochverdienten Sieg heraus. Für die Borussia traf nur noch Giovanni Reyna in der Nachspielzeit (90.+2).

Augsburgs Matchwinner Michael Gregoritsch. Foto: Harry Langer/dpa

Der Bremer Sugawara musste früh vom Platz. Foto: Uwe Anspach/dpa