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Matthias Killing

Der Mann fürs Lagerfeuer: „The Voice“ mit neuem Moderator

Matthias Killing moderiert gemeinsam mit Melissa Khalaj die 16. Staffel der Musikshow.

Matthias Killing moderiert gemeinsam mit Melissa Khalaj die 16. Staffel der Musikshow. Foto: Christoph Köstlin/Joyn/dpa

Vom Frühstücksfernsehen in die Prime Time: Matthias Killing wechselt die Bühne und erklärt, wie er den Spagat zwischen Morningshow, Sport und neuerdings „The Voice of Germany“ meistert.

Von Thomas Bremser, dpa 08.09.2026, 10:05 Uhr
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Berlin. Wer frühmorgens Fernsehen schaut, wird sein Gesicht kennen: Matthias Killing gehört seit 2009 zum Team des Frühstücksfernsehens in Sat.1. Außerdem ist der 46-Jährige einer der prägenden Sport-Moderatoren der Sendergruppe ProSiebenSat.1. Mit „The Voice of Germany“ übernimmt er ab kommenden Freitag (20.15 Uhr) eine neue Rolle. 

„Also ich empfinde das als ganz große Ehre und großen Moment meiner Fernsehkarriere“, sagte Killing der Deutschen Presse-Agentur. „Ich war auch aufgeregt, in diesem Studio zu stehen. Da hatte ich auch diesen Moment: Krass, das kenne ich alles nur aus dem Fernsehen hier.“

Der „Voice“-Fan moderiert gemeinsam mit Melissa Khalaj die 16. Staffel der Musikshow und beerbt damit Thore Schölermann, der das Format nach 14 Jahren verlassen hat. Als Coaches fungieren erneut Shirin David, Rea Garvey, Nico Santos sowie Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier. 

Wer ist Matthias Killing?

Killing wurde in Hagen im Ruhrgebiet geboren und sammelte bereits während seiner Schulzeit journalistische Erfahrungen bei einem lokalen Reklameblatt. Nach dem Abitur arbeitete er als Animateur und Moderator auf dem Clubschiff „AIDA“.

Es folgten ein Studium der Film- und Fernsehwirtschaft, die Arbeit beim Lokalfernsehen und 2009 der Sprung zum Frühstücksfernsehen. Parallel dazu baute sich der Schalke-Anhänger ein zweites Standbein im Sport auf - als Moderator und Field-Reporter für Fußball, Basketball, Eishockey, Motorsport und Tennis. 

Bei den Olympischen Spielen moderiert er für den Deutschen Olympischen Sportbund die Abende im Deutschen Haus, beim Hamburger Tennisturnier am Rothenbaum ist er seit 20 Jahren Stadionsprecher.

Killings Karriere ist ein Spagat zwischen Formaten mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen: das tägliche Frühstücksfernsehen mit einer Mischung aus Service, Unterhaltung und Nachrichten, Live-Sportübertragungen und nun die Prime-Time-Musikshow „The Voice of Germany“, die zumindest im Halbfinale und Finale live ausgestrahlt wird.

Darum ist Killing eine „Live-Sau“

Sein früherer Chef habe ihn als „Live-Sau“ bezeichnet - ein Kompliment, das Killing mit Selbstbewusstsein annimmt: „Mich kannst du an jede Ecke stellen. Ich kriege das schon hin. Das weiß ich auch. Das meine ich jetzt gar nicht arrogant, aber da hat mir der liebe Gott auch ein Talent mitgegeben.“ 

Gleichzeitig betont er den Respekt vor jeder Aufgabe. „Das klingt jetzt abgedroschen, aber ich bereite mich auf jede Sendung gleich vor. Völlig egal, ob sie auf ProSieben MAXX, ProSieben, Sat.1 oder Sat.1 Gold läuft und wie viele Leute zugucken.“

Während der 46-Jährige zu den bekanntesten Fernsehgesichtern des Landes gehört, hält er sich privat eher zurück. Gemeinsame Auftritte mit Ehefrau Svenja sind selten, seinen zehnjährigen Sohn hält er ganz aus der Öffentlichkeit raus. Bei „The Voice“ durfte er zumindest hinter den Kulissen dem Papa bei der Arbeit zuschauen. In den Wochen, in denen er ab 5.30 Uhr das Frühstücksfernsehen moderiert, gehe er vor seinem Sohn ins Bett. 

Darum steht Killing auch nach fast 20 Jahren noch gerne früh auf

Der ungewöhnliche Schlafrhythmus mache ihm aber auch nach fast 20 Jahren nichts aus. „Ich bin der festen Überzeugung: Wenn du es schaffst, in deinem Leben einen Job zu haben, wo du jeden Tag gerne hingehst, dann ist das schon mindestens mal die halbe Miete für ein langes Leben, weil du dich nicht so im Stress bewegst“, erklärt Killing. 

Sein Job sei von Spaß geprägt. „Ich kann mich nicht an einen Moment erinnern, an dem ich ungern zur Arbeit gegangen bin. Selbst in Zeiten, in denen es mir persönlich nicht gut ging oder ich private Themen hatte. Und das ist ein Riesengeschenk.“

Die lockere, humorvolle und menschliche Art des Moderators macht ihn nicht nur bei den Fans des Frühstücksfernsehens, sondern auch intern beliebt. Schölermann, der 14 Jahre durch „The Voice“ führte, bezeichnete seinen Nachfolger auf Instagram als „Herzensmensch“, dem er alles Gute wünsche. „Es hätte keinen besseren erwischen können.“

Wann und wo ist „The Voice of Germany“ zu sehen?

Mit seiner empathischen Art will der Medienprofi, der selbst ein „Gesangsverbot“ im Frühstücksfernsehen habe, nun auch mit den Musiktalenten bei „The Voice“ umgehen. „Wir werden auch in dieser Staffel mehrere unglaubliche Geschichten mitten aus dem Leben sehen. Wir werden erleben, wie Träume weitergehen, aber auch zerplatzen“, erzählt Killing.

Die Musiksendung, die immer wieder mit schwächelnden Quoten kämpft, wird erneut abwechselnd bei ProSieben und Sat.1 zur besten Sendezeit zu sehen sein, diesmal freitags und samstags. Beim sendereigenen Streamingdienst Joyn sind die Folgen bereits eine Woche früher zu sehen. 

Eine Logik, die auch den veränderten Sehgewohnheiten geschuldet ist. „Das Fernsehen, wie wir es kennen, verändert sich. Aber es ist nach wie vor das einzige Medium, das ein Lagerfeuer anzündet“, findet Killing. 

Dafür stünden insbesondere Shows wie „The Voice“ und Liveübertragungen wie das Frühstücksfernsehen und Sport-Events. Dementsprechend scheint der 46-Jährige genau der richtige Mann zu sein für diese TV-Lagerfeuer.

Matthias Killing ist eines der bekanntesten TV-Gesicher - vor allem für Frühaufsteher.

Matthias Killing ist eines der bekanntesten TV-Gesicher - vor allem für Frühaufsteher. Foto: Gerald Matzka/dpa

„Also ich empfinde das als ganz große Ehre und großen Moment meiner Fernsehkarriere“, sagte Killing der Deutschen Presse-Agentur.

„Also ich empfinde das als ganz große Ehre und großen Moment meiner Fernsehkarriere“, sagte Killing der Deutschen Presse-Agentur. Foto: Christoph Köstlin/Joyn/dpa

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