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Online-Wahl

Mehlschwalbe ist „Vogel des Jahres“ 2027

Die Mehlschwalbe verbringt den Winter in Afrika. Im April kehrt sie in ihre Brutgebiete zurück. (Archivbild)

Die Mehlschwalbe verbringt den Winter in Afrika. Im April kehrt sie in ihre Brutgebiete zurück. (Archivbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Die Mehlschwalbe gilt als Vorbotin des Sommers und baut kunstvolle Lehmnester. Im kommenden Jahr ist sie Botschafterin für mehr Vogelschutz – auch in eigener Sache.

Von dpa 15.10.2026, 11:45 Uhr
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Hilpoltstein/Berlin. Die Mehlschwalbe ist der „Vogel des Jahres“ 2027. Bei einer Online-Wahl setzte sich diese mit rund 45 Prozent der Stimmen mit großem Abstand gegen ihre vier Konkurrenten durch, teilten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit. Auf den zweiten Platz flatterte der Trauerschnäpper, gefolgt von Kolkrabe, Wasseramsel und Kranich. 

Mehr als 148.500 Menschen hatten sich diesmal an der Abstimmung im Internet beteiligt. Den „Vogel des Jahres“ küren die beiden Naturschutzverbände seit mehr als 50 Jahren, um auf den Vogelschutz aufmerksam zu machen. Seit 2021 darf die Bevölkerung diesen online wählen. Nabu und LBV legen allerdings eine Vorauswahl von fünf Kandidaten fest. 

Gefährdeter Gebäudebrüter

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) gilt in Deutschland als gefährdet – und wurde laut Nabu und LBV in Abwesenheit gekürt: Den Winter verbringen die 13 bis 15 Zentimeter großen Vögel südlich der Sahara in Afrika. Erst im April kommen die Schwalben zurück, um in Kolonien an Gebäuden zu brüten. Dafür bauen sie runde Lehmnester unter Dach- und Fassadenvorsprüngen und in Felsnischen.

Doch an modernen Gebäuden fehlten den Mehlschwalben oft geeignete Nistplätze, heißt es von Nabu und LBV. Zudem werden Nester unerlaubt entfernt und die Vögel verscheucht. Auch der Insektenschwund mache ihnen zu schaffen.

Mehlschwalben bauen kunstvolle Lehmnester, die aus bis zu 1.500 Lehmkügelchen bestehen. (Archivbild)

Mehlschwalben bauen kunstvolle Lehmnester, die aus bis zu 1.500 Lehmkügelchen bestehen. (Archivbild) Foto: Sebastian Willnow/dpa

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