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Gewaltkriminalität

Messerattacke: Angreiferin in Psychiatrie - Opfer in Haft

Die Messerattacke einer Frau auf einen Mann in Neumünster blieb in der stabilen Jacke des Angegriffenen stecken.

Die Messerattacke einer Frau auf einen Mann in Neumünster blieb in der stabilen Jacke des Angegriffenen stecken. Foto: David Inderlied/dpa

Eine Frau greift einen Fremden mit einem Messer an – und beide landen unverletzt hinter Gittern. Was Kleidung, Zufall und ein Haftbefehl mit dem Ausgang zu tun haben.

Von dpa Donnerstag, 26.02.2026, 10:50 Uhr

Neumünster. Der Messerangriff einer Frau auf einen Mann in Neumünster hat für beide Beteiligten das vorläufige Ende ihrer Freiheit gebracht. Verletzt wurde bei der Attacke am Mittwoch niemand, weil die sehr feste Jacke des 57-Jährigen dem Messerstich standhielt, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler gehen aber dennoch von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die 46 Jahre alte Frau hatte auf den Brustbereich des Mannes gezielt.

Zuvor habe sich die psychisch erkrankte Frau den Ermittlungen zufolge in einem Einkaufszentrum in der Innenstadt vor den ihr unbekannten Mann gestellt und ihn beschimpft. Sie habe damit gedroht, ihn umzubringen und zugestochen. Polizisten nahmen die 46-Jährige fest. Sie wurde nach einer amtsärztlichen Untersuchung in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht.

Auch das Opfer des Angriffs verlor seine Freiheit, denn gegen den 57-Jährigen lag nach Polizeiangaben ein Haftbefehl wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe vor. Er kam in die Justizvollzugsanstalt Neumünster.

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