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Norwegen

Mette-Marit: Hochzeits-Doku wird Diskussionen auslösen

Die Hochzeit der Prinzessin und des Schamanen hatte weit über Norwegen hinaus für Schlagzeilen gesorgt. (Archivbild)

Die Hochzeit der Prinzessin und des Schamanen hatte weit über Norwegen hinaus für Schlagzeilen gesorgt. (Archivbild) Foto: Heiko Junge/NTB/dpa

Vor einem Jahr haben Prinzessin Märtha Louise und Schamane Durek Verrett vor malerischer Fjordkulisse geheiratet. Eine Dokumentation zeichnet den Weg zur umstrittenen Eheschließung nun nach.

Von dpa Dienstag, 16.09.2025, 12:15 Uhr

Oslo. Eine neue Netflix-Dokumentation über die norwegische Prinzessin Märtha Louise und ihren heutigen Ehemann, den Schamanen Durek Verrett, wird nach Ansicht von Kronprinzessin Mette-Marit (52) zweifelsohne für Diskussionen am Osloer Hof sorgen. „Ich glaube, das wird sie ganz bestimmt, ja“, sagte die Frau von Kronprinz Haakon und Schwägerin von Märtha Louise in Oslo mit einem Lächeln auf eine entsprechende Frage einer Reporterin.

Da sie die Doku noch nicht gesehen habe, könne sie sich nicht näher dazu äußern, sagte Mette-Marit der Zeitung „Verdens Gang“. Sie habe sich noch nicht entschieden, ob sie den Film schauen werde.

Königshaus: Verstoß gegen Vereinbarung

Ärger dürfte jedoch bereits vorprogrammiert sein: Das Königshaus warf Märtha Louise und Verrett in einer ersten Reaktion vor, mit ihrem Mitwirken an der Dokumentation gegen eine Abmachung mit dem Hof verstoßen zu haben. Das Königshaus hatte vor der Hochzeit erklärt, nicht an der Produktion mitwirken zu wollen.

Märtha Louise und Verrett hatten zudem bereits 2022 in einer Vereinbarung zugestimmt, den Prinzessinnentitel und die Verbindung zum Königshaus nicht im kommerziellen Zusammenhang zu benutzen. Jeder habe das Recht, seine Geschichte zu erzählen, teilte eine Sprecherin des Hofes dazu norwegischen Medien mit. Zugleich wünsche sich das Königshaus eine deutlichere Trennung zwischen den Geschäftsaktivitäten des Paares und des Königshauses.

Aufsehenerregende Schamanenhochzeit

Märtha Louise (53) ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja (beide 88) und die große Schwester von Thronfolger Haakon (52). Die an Spiritualität und Esoterik interessierte Prinzessin und der Schamane Verrett (50) hatten vor einem Jahr am malerischen Geirangerfjord geheiratet.

Rund um die Hochzeit gab es eine ganze Reihe an Kontroversen, unter anderem wegen der Vergabe von exklusiven Bildrechten für Trauung und Hochzeitsfeier an das britische Promi-Magazin „Hello!“ sowie Filmrechten an Netflix. Norwegische Medien blieben bei der Eheschließung dagegen entgegen aller üblichen Konventionen außen vor.

Die Netflix-Dokumentation „Rebel Royals: An Unlikely Love Story“ zeichnet nun den Weg des Paares bis zum Ja-Wort nach und liefert dabei auch exklusive Aufnahmen der Eheschließung. Der exzentrische Kalifornier Verrett erzählt nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB unter anderem von seinem verpatzten ersten Treffen mit dem norwegischen Königspaar - seinen heutigen Schwiegereltern - zu dem er in Kimono und Cowboystiefeln erschienen war. Generell sei die Doku mit ihren Blicken hinter die Kulissen unterhaltsam, bleibe aber oberflächlich, schrieben mehrere Filmkritiker norwegischer Medien.

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