Ministerin übergibt Förderbescheid für Projekt Open Lab und Protospace
Ministerin Melanie Walter übergibt den Förderbescheid für das Projekt Open Lab und Protospace - auf dem Foto neben 1. Kreisrat Thorsten Heinze und Dr. Olaf Krüger von der Süderelbe AG. Foto: sdfa
Ministerin Melanie Walter hat den Förderbescheid für das Projekt Open Lab und Protospace in Stade übergeben. Wofür insgesamt 1,65 Millionen Euro ausgegeben werden.
Landkreis. Die Projektentwicklung Stade GmbH & Co. KG und die Zukunftsregion Süderelbe haben den Förderbescheid für das Projekt Open Lab und Protospace von Melanie Walter, Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, entgegengenommen. Mit der Förderung entstehen im Umfeld des Wasserstoffforschungszentrums H2AM neue Lern- und Experimentierräume, in denen Schüler praxisnah an MINT-Themen und Wasserstofftechnologien herangeführt werden. Das teilte die Süderelbe AG mit.
Vertreter der Politik und Behörden sowie der Süderelbe AG zusammen mit Ministerin Melanie Walter bei der Übergabe des Förderbescheids. Foto: Süderelbe AG
„Erfolgreiche Regionalentwicklung braucht gut ausgebildete Menschen und starke Netzwerke“, wird Ministerin Melanie Walter zitiert. „Genau hier setzen Open Lab und Protospace an: Schulische Bildung trifft auf Forschung und industrielle Praxis und zeigt jungen Talenten spannende Berufsperspektiven in ihrer Heimatregion auf. Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern mit ihnen die gesamte Region, weil Know-how und Wertschöpfung vor Ort bleiben. Damit stärken wir den Innovationsstandort Stade, fördern den Fachkräftenachwuchs und schaffen beste Voraussetzungen für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region.“
Stade ist Standort für Wasserstoff-Innovationen
„Mit dem Open Lab und Protospace schaffen wir einen Ort, an dem junge Menschen Zukunftstechnologien nicht nur kennenlernen, sondern selbst praktisch erproben und weiterentwickeln können“, so Thomas Friedrichs, Geschäftsführer der Projektentwicklung Stade. „Damit schlagen wir die Brücke zwischen Forschung, Bildung und Fachkräftegewinnung für die Zukunft“, ergänzt Projektleiterin Jenne Wendt.
Das Thema Wasserstoff hat für den Wirtschaftsstandort Stade in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Mit dem Hanseatic Hydrogen Center for Aviation and Maritime (H2AM) wurde Stade als einer von bundesweit vier Standorten für Wasserstoff-Innovationen in der Mobilität ausgewählt. Der Schwerpunkt liegt auf Speicher-, Distributions- und Antriebssystemen für die Luft- und Schifffahrt.
Leistungsfähiges Innovationsumfeld
„Die Region verfügt mit dem CFK-Valley über ein leistungsfähiges Innovationsumfeld aus Forschung, Wissenschaft und Industrie, dessen Kompetenzen nun auch für junge Menschen nutzbar gemacht werden können“, so Lars Kolk, Erster Stadtrat der Hansestadt Stade. Einrichtungen wie das Fraunhofer IFAM, das DLR, die Hochschulkooperation HP CFK aus der TU Braunschweig, der TU Clausthal und der Leibniz Universität Hannover sowie Unternehmen wie Airbus und das Composite Technology Center arbeiten hier seit Jahren an Leichtbautechnologien und deren industrieller Anwendung.
Experimente zu Wasserstoff und Brennstoffzellen
Im Rahmen des H2AM entsteht in Stade-Ottenbeck ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Wasserstoffanwendungen mit Labor-, Büro- und Hallenflächen. Das über die Zukunftsregion Süderelbe geförderte Open Lab und Protospace ergänzt diese Infrastruktur gezielt um einen Bildungs- und Innovationsbereich. Geplant sind moderne Lern- und Arbeitsbereiche mit 3D-Druckern, Robotersystemen und Werkstattausstattung.
Unter fachlicher Anleitung können Schüler Experimente zu Wasserstoff, Brennstoffzellen und Leichtbaumaterialien durchführen sowie eigene Projekte und Prototypen entwickeln.
Für die Zukunftsregion Süderelbe ist das Vorhaben ein zentrales Element ihrer Innovationsstrategie. „Mit dem Open Lab und Protospace investieren wir nicht nur in moderne Bildungsangebote, sondern in die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts“, erklärt Landrat Kai Seefried. „Das Projekt stärkt die Verbindung zwischen Schule, Forschung und Unternehmen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Landkreis Stade und in der gesamten Süderelbe-Region.“
Regionalmanagement begleitet Projekt
Das Regionalmanagement der Zukunftsregion Süderelbe begleitet die Umsetzung des Projekts. „Das Open Lab und Protospace ist ein Beispiel dafür, wie wir mit den Leitprojekten der Zukunftsregion regionale Stärken gezielt weiterentwickeln“, so Dr. Olaf Krüger, Leiter des Regionalmanagements der Zukunftsregion Süderelbe und Vorstand der Süderelbe AG. „Als Regionalmanagement bringen wir die Partner zusammen und begleiten die Projektträger dabei, Innovationen nachhaltig in der Region zu verankern.“
Stade und Landkreis übernehmen Kofinanzierung
Das Gesamtbudget des Projektes beträgt über den Förderzeitraum von drei Jahren insgesamt rund 1,65 Millionen Euro. Rund 60 Prozent werden aus Mitteln des EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) über das Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ gefördert. Die Kofinanzierung übernehmen die Hansestadt Stade und der Landkreis Stade. (sal)
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