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Harburg–Buchholz

Tödlicher ICE-Unfall: Bahnstrecke soll bis Montag repariert sein

Die Unfallschäden an der Bahnstrecke werden am Wochenende weiter repariert.

Die Unfallschäden an der Bahnstrecke werden am Wochenende weiter repariert. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Trotz eisiger Temperaturen kommen die Reparaturarbeiten bei Rönneburg voran. Werden die Züge ab Montag wieder planmäßig fahren?

Von dpa 14.02.2025, 15:00 Uhr
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Hamburg. Drei Tage nach dem tödlichen ICE-Unfall in Hamburg dauern die Reparaturarbeiten an der Strecke nach Bremen an. „Die Instandhaltungsarbeiten laufen trotz des widrigen Wetters nach Plan“, erklärte eine Bahnsprecherin. Die Deutsche Bahn gehe davon aus, dass die Reparatur am Wochenende abgeschlossen werden könne. Voraussichtlich werde das zweite Gleis am Montag wieder befahrbar sein. Ein Gleis war bereits am Mittwochmorgen wieder freigegeben worden.

Der ICE mit 291 Menschen an Bord war am Dienstagnachmittag an einem Bahnübergang gegen einen Lastwagen geprallt. Der Sattelzug hatte Bahnschienen geladen. Ein 55 Jahre alter Reisender erlitt so schwere Verletzungen, dass er trotz intensiver Behandlung im Rettungswagen starb. Bei dem Toten handelte es sich um den Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Professor Thomas Großbölting. Weitere 25 Menschen in dem Zug wurden verletzt.

Ermittlungen zur Unfallursache dauern an

Die Bundespolizei hatte den Lastwagenfahrer zunächst festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte jedoch keinen Haftbefehl gegen den Rumänen, sodass der 34-Jährige wieder freikam. Gegen ihn wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag.

Bei dem Unfall im Stadtteil Rönneburg nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen waren rund 100 Meter Schienen, Bahnschwellen und die Oberleitung beschädigt worden. Die ICE-Züge nach Bremen werden über Jesteburg (Landkreis Harburg) umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich dadurch um eine Viertelstunde. Auch eine Linie der Metronom Eisenbahngesellschaft nach Bremen (RE4) nutzt die Umleitung.

Fegebank würdigt ICE-Toten als brillanten Wissenschaftler

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hat tief betroffen auf den Tod des Uni-Professors Großbölting reagier. „Die Wissenschaft verliert einen brillanten Vertreter, der sein Fachgebiet, die Forschungsstelle für Zeitgeschichte und die Akademie der Weltreligionen entscheidend geprägt hat und ein großer Gewinn für die Universität Hamburg und unseren Wissenschaftsstandort insgesamt war“, postete die Politikerin auf Facebook.

Großbölting habe Interdisziplinarität gelebt und geliebt. „Das spürte man, wann immer man mit ihm zusammenkam.“ Seine klugen Analysen seien dabei immer auch ein großer Gewinn für aktuelle gesellschaftliche Debatten gewesen.

Großbölting war seit 2020 Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Professor für Neuere Geschichte/ Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg.

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