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Soziales

Notübernachtungs-Stätte für 30 Millionen Euro erweitert

In der Mitte ist der Neubau zu sehen, links das sanierte Bestandsgebäude.

In der Mitte ist der Neubau zu sehen, links das sanierte Bestandsgebäude. Foto: Leonie Asendorpf/dpa

Zwei Jahren dauerten die Sanierungsarbeiten im „Pik As“, einer Notübernachtungsstätte für obdachlose Männer in Hamburg. Noch diese Woche wird das Haus wiedereröffnet. Was neu ist und was bleibt.

Von dpa Montag, 23.03.2026, 12:25 Uhr

Hamburg. Nach einer zweijährigen Bauphase können obdachlose Männer ab Mittwoch wieder in der Notübernachtungsstätte „Pik As“ in der Hamburger Neustadt schlafen. Knapp 30 Millionen Euro hat der Umbau der bestehenden Unterkunft sowie der Bau eines weiteren Gebäudes insgesamt gekostet, wie die Sozialbehörde mitteilte, die den Umbau finanziert hat.

Bis zu 330 Übernachtungsplätze

Das kernsanierte Hauptgebäude bietet nach Angaben der Sozialbehörde bis zu 330 Übernachtungsplätze, größtenteils in Zwei- und Dreibettzimmern. Zusätzlich seien in einem Neubau sogenannte Lebensplätze entstanden. Diese sollen besonders insbesondere älteren und kranken Obdachlosen eine dauerhafte Bleibe bieten. 

Darüber hinaus gebe es weiterhin Zimmer für obdachlose Männer mit Hunden. Außerdem stünden Einzelzimmer für besonders belastete obdachlose Menschen zur Verfügung, die nicht in einem Zwei- oder Mehrbettzimmer untergebracht werden könnten. Neben einem modernisierten Aufenthaltsraum gibt es für wohnungslose Männer auch eine Schwerpunktpraxis in der Unterkunft, in der sie ärztlich versorgt werden können.

Die Notübernachtungsstätte in der Neustädter Straße sei älteste Obdachlosenunterkunft Deutschlands, sagte Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) bei einem Besuch der Unterkunft am Montag. Während der Bauarbeiten im „Pik As“ wurde laut Behörde ein Ausweichquartier in der Eiffestraße in Hamburg-Hamm betrieben.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD, r) und Arne Nilsson, Geschäftsführer des städtischen Sozialunternehmens Fördern & Wohnen (F&W), haben die umgebaute Unterkunft am Montag besucht.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD, r) und Arne Nilsson, Geschäftsführer des städtischen Sozialunternehmens Fördern & Wohnen (F&W), haben die umgebaute Unterkunft am Montag besucht. Foto: Leonie Asendorpf/dpa

In der Unterkunft gibt es Zwei- und Dreibettzimmer.

In der Unterkunft gibt es Zwei- und Dreibettzimmer. Foto: Leonie Asendorpf/dpa

Der neue Aufenthaltsraum im Pik As.

Der neue Aufenthaltsraum im Pik As. Foto: Leonie Asendorpf/dpa

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