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Corona-Mutante

Omikron-Variante nun auch im Landkreis Stade nachgewiesen

Omikron-Verdachtsfälle werden im Labor sequenziert. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Omikron-Verdachtsfälle werden im Labor sequenziert. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Verdachtsfälle gab es schon viele, nur der Nachweis fehlte noch: Nun ist die ansteckendere Corona-Variante auch offiziell im Kreis angekommen. Die Infektionszahlen stiegen zuletzt rasant.

Mittwoch, 12.01.2022, 18:13 Uhr

Es hat lang gedauert, bis der Landkreis bestätigt hat, was viele vermutet haben: Nun ist die Omikron-Variante des Coronavirus auch offiziell bei Verdachtsfällen von Corona-Infizierten im Landkreis Stade nachgewiesen worden. Die späte Meldung hängt mit dem Verfahren zusammen. Nach Schnelltest folgt der PCR-Test – und um ganz sicher zu gehen die Sequenzierung, die schon mal 14 Tage in Anspruch nehmen kann.

Die Landkreis-Verwaltung ging auf Nummer sicher, andere gingen nach positivem PCR-Test an die Öffentlichkeit. Bei den ersten Fällen soll es sich im Landkreis um Rückkehrer aus Südafrika handeln.

Omikron-Welle: Sieben-Tage-Inzidenz erreicht Allzeithoch

Spätestens seit Anfang Januar schnellen die Infektionszahlen in der Omikron-Welle auch im Landkreis in die Höhe. Am Mittwoch war mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 382,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ein neues Allzeithoch erreicht worden. Die Zahlen dürften beim Blick auf den Sieben-Tage-Wert etwa in Hamburg oder im Landkreis Harburg auch im Kreis Stade weiter steigen. Niedersachsenweit ist Omikron bereits die dominierende Corona-Varianten bei den Neuinfektionen. Ihr Anteil lag jüngst noch bei 70 Prozent.

Die neue Corona-Variante gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Experten gehen davon aus, dass man mit vollständiger Grundimmunisierung schlechter vor Ansteckung mit Omikron geschützt ist als bei früheren Varianten, der Schutz vor schweren Verläufen dürfte aber weiterhin gut sein. Eine Booster-Impfung wird empfohlen. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht.

Weniger schwere Krankheitsverläufe durch Omikron

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Mittwoch auf 407,5. Bei den Inzidenzen gibt es momentan deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. So stehen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit Werten unter 300 vergleichsweise gut da, die Stadtstaaten Bremen (1296,8), Berlin (856,4) und Hamburg (568,9) gehören zu den Schlusslichtern. Allerdings dürften die Zahlen zeitlich verzögert auch in den bislang weniger betroffenen Bundesländern rasch steigen.

Auf den Intensivstationen spiegelt sich die Omikron-Welle bislang nicht wider. Die Zahl der Corona-Patienten ging bundesweit seit Mitte Dezember von rund 4900 kontinuierlich zurück, mit Stand Mittwoch waren es 3050. Zum Vergleich: Am Höhepunkt der zweiten Welle waren es mehr als 5700 gewesen. Allerdings erwarten Experten, das mit deutlich zunehmenden Infektionszahlen auch die Belastung in den Kliniken steigt. (ing/dpa)

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