Prognosen: Sozialdemokraten rutschen bei Dänemark-Wahl ab
Mette Frederiksen will dänische Regierungschefin bleiben. Foto: Sergei Grits/AP/dpa
Kann Ministerpräsidentin Mette Frederiksen weiterregieren? In Dänemark schneiden ihre Sozialdemokraten nach ersten Prognosen historisch schlecht ab. Größte Partei bleiben sie demnach trotzdem.
Kopenhagen. Die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen gehen aus der Parlamentswahl in Dänemark ersten Prognosen zufolge erneut als stärkste Kraft hervor - steuern aber auf ein historisch schlechtes Ergebnis zu. Wie und ob Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann, ist deshalb noch nicht sicher: In Nachwahlbefragungen der großen Fernsehsender DR und TV2 zeichneten sich am Abend unklare Mehrheitsverhältnisse ab.
Die drei bisherigen Regierungsparteien - Sozialdemokraten, rechtsliberale Venstre und die Partei Moderaterne von Außenminister Lars Løkke Rasmussen - sind danach deutlich von einer Mehrheit entfernt. Aber auch ein klassisches links-grünes Bündnis wäre nach den Prognosen auf die Unterstützung einer weiteren Partei, im wahrscheinlichsten Fall der in der politischen Mitte angesiedelten Moderaterne, angewiesen.
Rund 4,3 Millionen Däninnen und Dänen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ein vorläufiges Endergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen.
Dänemark hat ein neues Parlament gewählt. Foto: Sergei Grits/AP/dpa