AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Berlin

Propalästinensische Demos an Silvester in Neukölln geplant

Seit dem Hamas-Terrorangriff auf Israel und dem Beginn des Gaza-Kriegs hat es in Berlin-Neukölln immer wieder Ausschreitungen bei pro-palästinensichen Demonstrationen gegeben.

Seit dem Hamas-Terrorangriff auf Israel und dem Beginn des Gaza-Kriegs hat es in Berlin-Neukölln immer wieder Ausschreitungen bei pro-palästinensichen Demonstrationen gegeben. Foto: Paul Zinken/dpa

Die Situation dürfte in der Silvesternacht in Berlin ohnehin schon brisant werden. Nun wurden für den Abend mehrere propalästinensische Demonstrationen angemeldet. Die Polizei prüft Verbote.

Von dpa 29.12.2023, 14:05 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Berlin. Für Silvester sind in Berlin-Neukölln nach Polizeiangaben mehrere propalästinensische Demonstrationen angemeldet worden. Zudem gebe es eine Anmeldung für eine proisraelische Versammlung am Sonntagabend in Neukölln, teilte die Polizei mit.

Angesichts der ohnehin schon brisanten Lage in der Silvesternacht, der aufgeheizten Stimmung in Neukölln und dem üblicherweise am frühen Abend beginnenden Feuerwerk hat die Polizei nach eigenen Angaben die Veranstalter gebeten, die Demonstrationen an anderen Orten und zu anderen Zeiten anzumelden.

Verbote werden geprüft

Geprüft würden aber auch Verbote, hieß es. Man könne diese Demonstrationen dort und an dem Abend nicht zulassen, sagte ein hochrangiger Polizeivertreter.

Geplant ist demnach eine Demonstration für Palästina, die um 22.00 Uhr in Neukölln beginnen und um Mitternacht enden soll. Angekündigt sind dafür 100 Teilnehmer, die Polizei rechnet aber mit einem viel höheren Zustrom. Zur gleichen Zeit soll in der Nähe die Versammlung zur Unterstützung Israels stattfinden. Eine weitere propalästinensische Demonstration ist bereits für den Nachmittag ebenfalls in Neukölln angekündigt.

Seit dem Terroranschlag der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober gibt es in Berlin ständig Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg. Dabei ist es in der Vergangenheit auch zu Ausschreitungen gekommen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Krach bezeichnet Vorwürfe als „haltlos“

Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wird gegen SPD-Spitzenkandidat Krach ermittelt. Für die SPD, die in Umfragen im Hintertreffen liegt, ist das ein herber Rückschlag im Wahlkampf.

Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.