Zähl Pixel
Klima

Ryanair macht Stimmung gegen Grüne und Fahrradfahrer

Bei Ryanairs Attacke geht es auch um einen Streit um eine Deckelung des Luftverkehrs am Flughafen in Dublin.

Bei Ryanairs Attacke geht es auch um einen Streit um eine Deckelung des Luftverkehrs am Flughafen in Dublin. Foto: Thomas Banneyer/dpa

Ryanairs Chef ist für aggressive Äußerungen bekannt. Jetzt schießt seine Firma im Netz gegen die irischen Grünen.

Von dpa Samstag, 22.06.2024, 15:25 Uhr

Dublin/Berlin. Die Billigairline Ryanair sorgt mit einer Kampagne gegen Fahrradfahren und die irischen Grünen für Aufsehen im Netz. Unter dem Hashtag flightsnotbikes - also Flüge statt Fahrräder - schießt der Firmenaccount auf X seit einigen Tagen gegen die irischen Grünen und ihre Verkehrspolitik. Zunächst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Im Fokus der Polemik steht Irlands grüner Minister für Klima und Verkehr, Eamon Ryan. Er hatte infolge der Europawahlen angekündigt, als Grünen-Chef zurückzutreten und bei den nächsten Wahlen nicht mehr antreten zu wollen. Ein Bild der Vize-Parteichefin Catherine Martin postete Ryanair auf X mit der Forderung, „bitte keinen grünen Müll zu recyceln“. 

Bei Ryanairs Attacke geht es auch um einen Streit um eine Deckelung des Luftverkehrs am Flughafen in Dublin. Zudem wirft die Fluggesellschaft den Grünen Verfehlungen in der Tourismus- und Verkehrspolitik vor.

Luftverkehr macht rund 2,5 Prozent der Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase aus

Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Art zu reisen. Einmal nach Sydney zu fliegen entspricht etwa vier Jahre lang Autofahren, wie das Umweltbundesamt vorrechnet. Die Behörde empfiehlt daher, Flugreisen möglichst zu vermeiden und Alternativen zu nutzen. Insgesamt macht der Luftverkehr rund 2,5 Prozent der weltweiten Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase aus.

Ryanair-Chef Michael O’Leary ist für markige Sprüche und aggressive Kampagnen bekannt, sei es gegen Umweltschützer, Gewerkschaften oder Konkurrenten. Die Lufthansa bezeichnete er einst in einem Interview als „Crack-Kokain-Junkie, der um Staatshilfen bittet“.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Lula attackiert Trump vor Beratungen mit Merz

Vom Mercosur-Abkommen bis zur Förderung seltener Erden: Wirtschaftsthemen stehen im Mittelpunkt der deutsch-brasilianischen Konsultationen. Es geht aber auch um die aktuellen Krisen.

Abwärtstrend bei Benzinpreisen hält an

Nach wie vor ist unklar, ob der Irankrieg ein baldiges Ende findet. An den Tankstellen bewegen sich die Spritpreise dennoch langsam, aber seit einigen Tagen kontinuierlich bergab.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.