Senat sieht Hamburg bei Klimazielen auf gutem Weg
Der rot-grüne Senat sieht sich bei der Reduktion der CO2-Emissionen auf gutem Weg. Foto: Marcus Brandt/dpa
Bis 2030 will Hamburg seine CO2-Emissionen um 70 Prozent gesenkt haben - im Vergleich zu 1990. Das sieht der Klimaplan der Hansestadt vor. Der rot-grüne Senat sieht sich dabei auf gutem Weg.
Hamburg. Bürgermeister Peter Tschentscher sieht Hamburg bei der Umsetzung des Klimaplans insgesamt auf gutem Weg. Es gebe aber Licht und Schatten in den verschiedenen Sektoren, sagte der SPD-Politiker bei der gemeinsamen Vorlage des Zwischenberichts 2025 mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Demnach hat die Hansestadt ihre CO2-Emissionen bis 2023 - ausgehend vom Referenzjahr 1990 - bereits um 42,9 Prozent gesenkt.
Der Klimaplan gibt als Einsparziel 70 Prozent bis 2030 vor. Verlässliche Zahlen zu den jährlichen Einsparungen können aber immer erst nach zwei Jahren vorgelegt werden. Im Vergleich zum letzten Zwischenbericht gingen die Zahlen binnen eines Jahres um 6,4 Prozent zurück.
Große Herausforderungen im Verkehrsbereich und beim Netzausbau
Hamburg habe in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten beim Klimaschutz große Fortschritte gemacht, sagte Tschentscher. „Bei steigenden Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen sowie zunehmender Wirtschaftsleistung wurden die CO2-Emissionen deutlich gesenkt. Grundlage für den Erfolg sind ein fachlich fundierter Klimaplan und eine systematische Klimaschutzstrategie, die wir konsequent fortführen.“
Die Zahlen machten Appetit auf mehr, sagte Fegebank mit Blick auf den Klimaentscheid, mit dem die Hamburgerinnen und Hamburger das Ziel der Klimaneutralität im Oktober um fünf Jahre auf 2040 vorgezogen hatten.
Es gebe aber noch Bereiche, „in denen noch einiges passieren muss“. Als Beispiel nannte Fegebank den Verkehrsbereich, wo die Elektrifizierung schneller vorangehen müsse. Hier brauche es aber entsprechende Regelungen im Bund. Auch beim Netzausbau stehe man noch vor großen Herausforderungen.