Shantychor sucht noch Nachwuchs
Der Altländer Shanty-Chor an Bord der Rickmer Rickmers. Foto: Altländer Shanty-Chor
Seit 40 Jahren sorgen die Männer vom Altländer Shanty-Chor dafür, dass die Arbeitslieder der Windjammer unvergessen bleiben. Damit das auch in den nächsten 40 Jahren so bleibt, sucht der Verein neue Mitstreiter.
In seinem Domizil in Steinkirchen pflegt der Chor das Seemannsbrauchtum mit Gesang und in einem ganz besonderen maritimen Ambiente. „Die Pandemiezeit hängt uns allen noch wie Blei an den Gliedern, doch damit sollte jetzt Schluss sein“, sagt der Vorsitzende Uwe Richters. Der Altländer Shanty-Chor mit seinen aktuell 61 Aktiven habe Corona unbeschadet überstanden. „Weder ein Mitglied unserer Musiker noch ein Sänger erkrankte – und dafür sind wir dankbar“, sagt der Vorsitzende. Doch Übungsabende und Auftritte für nahezu 18 Monate fielen weg.
Jetzt stehen sie wieder an Deck und wollen traditionelle Shantys und Seefahrtslieder „ok in plattdüütsche Spraak“ erhalten. Das sei ein wichtiges Stück norddeutscher Kultur. Der Shanty-Chor ist geprägt durch Musik und durch Gesang – und für beides suchen sie Menschen, denen dieses Hobby wichtig ist. Gesucht werden Musikerinnen oder Musiker für die Instrumente Akkordeon, Geige sowie Gitarre, Mundharmonika oder ähnliche Instrumente. Auch Sänger für die Stimmlagen Tenor und Bass sind willkommen. Wer an Bord gehen will, schreibt einfach eine Mail an info@aschor.de oder greift zum Telefon: 0 41 42 / 24 75. Die Shantys hatten ihre große Zeit auf den Segelschiffen in der Zeit von 1750 bis 1850. Es sind Arbeitslieder der Windjammer. Für die Seeleute waren sie wichtig, etwa wenn sich beim Hieven des Ankers sechs bis acht Leute in das Ankerspiel stemmten und drehten. (bv)
Mit dem kostenlosen TAGEBLATT-Web-Push-Service immer auf dem Laufenden bleiben