Sporthalle in Ottenbeck wird zur Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge
Die Stadt Stade funktioniert die Sporthalle am Senior-Ubbelohde-Weg in Ottenbeck zu einer Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine um. Sanitärcontainer wurden bereits geliefert, die Sperrung des Parkplatzes steht bevor.
Notwendig ist die Schaffung solcher Großunterkünfte, obwohl die private Hilfsbereitschaft der Staderinnen und Stader enorm ist, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Bürgermeister Sönke Hartlef: „Uns erreichen täglich Hilfsangebote und wir konnten auch bereits rund 50 Wohnungen für Geflüchtete aus der Ukraine anmieten. Dafür bin ich sehr dankbar. Das allerdings wird wahrscheinlich nicht reichen.“
Mehr Raum müsse geschaffen werden. In diesem Bestreben sei die Nutzung der Sporthalle im Senior-Ubbelohde-Weg in Ottenbeck ein erster Schritt. „Wir werden dort etwa 50, später rund 100 Personen unterbringen und werden in der Halle kleine für Familien abgetrennte Bereiche schaffen. Zudem wurden bereits Sanitärcontainer geliefert“, berichtet der Leiter der Gebäudewirtschaft Stade, Jan-Philipp Kappler.
Sportangebote sind nicht mehr möglich
Lona Hollander von der Abteilung Soziale Hilfen und Integration bei der Stadt ergänzt: „Die Container konnten wir sehr schnell beschaffen, so dass wir die Halle bald nutzen können und damit auf das Eintreffen weiterer Menschen, die vor dem Krieg fliehen, gut vorbereitet sind.“
Ab Dienstag, 29. März, wird der Parkplatz der Sporthalle gesperrt. Sportangebote des VfL Stade sowie Schulsport sind dann dort nicht mehr möglich. „Dafür zeigen alle Beteiligten angesichts der Lage in der Ukraine großes Verständnis“, sagt Hartlef, der sich im Namen der Stadtverwaltung beim VfL Stade bedankt.
Mit dem kostenlosen TAGEBLATT-Web-Push-Service immer auf dem Laufenden bleiben