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Stader Bogengruppe feiert 50 Jahre - Ein Gründungsmitglied berichtet

Die Stader Bogengruppe hat bereits zahlreiche Turniere veranstaltet.

Die Stader Bogengruppe hat bereits zahlreiche Turniere veranstaltet. Foto: Verein (nomo)

Die Bogengruppe im Stader Schützenverein wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Klaus Ohlerich erklärt, wie die Sparte entstand und wie es ihr heute geht.

Von Redaktion 30.06.2026, 18:27 Uhr

Stade. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war das Bogenschießen erstmals wieder vertreten. Danach wurde dieser Sport in vielen Schützenvereinen als zusätzliche Sparte aufgenommen. So auch in Stade.

Am 25. November 1976 gründete der damalige Präsident des Stader Schützenvereins, Uwe Schmidt, die Bogengruppe. Im ersten Jahr sei in der Schützenhalle Am Schwarzen Berg noch unter schwierigen Bedingungen trainiert worden, sagt Ohlerich. Wegen der Umbauarbeiten durften die Bogenschützen im „Von Stemmen Hof“ der Dow trainieren.

Kraftakt: Mitglieder erweitern den Schießstand

In den ersten Jahren ging es darum, die Sparte aufzubauen. 1979 wurde das Gelände hinter dem Schießstand gerodet, mit 250 Metern Zaun eingefriedet sowie 20 Scheiben und Ständer gebaut. Später kamen noch eine Hütte und ein Anbau für Geräte hinzu - „ohne Fremdleistungen“, so Ohlerich. Ein Kraftakt für die 20 Mitglieder. Am ersten Sommerturnier nahmen 80 Menschen teil.

2010 wurde eine neue Schießsportanlage Am Schwingedeich gebaut. Während die Anlage Am Schwarzen Berg nur acht Schützen gleichzeitig zuließ, können jetzt bis zu 20 Scheiben aufgestellt werden. „Damit ist jetzt reichlich Platz für Turniere und Meisterschaften“, erklärt Ohlerich.

Familie Ohlerich verbucht große Erfolge

Sportlich war die Gruppe von Anfang an sehr aktiv. Die Mitglieder nahmen an Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften teil. Bereits 1981 konnte sich Klaus Ohlerich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren: 1988 wurde er Zweiter, 2004 holte er den Titel. Insgesamt war er 22-mal dabei. Auf Landesmeisterschaften reichte es siebenmal zum Sieg. Heute, mit 84 Jahren, nimmt Ohlerich noch immer an Landesmeisterschaften teil.

Ehefrau Hanna Ohlerich war ebenfalls erfolgreich. Sie nahm zusammen mit ihrem Mann an Ländervergleichen teil, wurde Landesmeisterin und DM-Vierte.

Tochter Birgit wurde als Jugendliche in den Bundeskader aufgenommen und nahm an internationalen Wettkämpfen teil. Dabei errang sie bei der Mannschafts-EM sowie bei der Deutschen Meisterschaft die Silbermedaille. Bei einem internationalen Turnier 1985 in Lyon wurde sie mit 2450 Ringen Zweite und stellte dabei auf 50 Metern den Deutschen Rekord ein.

Viele Turniere und Top-Schützen in Stade

Die damaligen Talente Inga Ehlers, Christine und Matthias von der Schulenburg konnten sich ebenfalls für Deutsche Meisterschaften qualifizieren. Christine von der Schulenburg holte sogar eine Silbermedaille.

Einige der 50 Mitglieder der Stader Bogengruppe.

Einige der 50 Mitglieder der Stader Bogengruppe. Foto: Verein (nomo)

Die Bogengruppe veranstaltete zeitweise über 40 Sommer- und 30 Hallenturniere mit bis zu 130 Schützen, zu denen auch die Top-Schützen aus Deutschland kamen.

Ohlerich: Bogenschießen spricht Körper und Geist an

Heute sind die Bogenschützen mit 50 Mitgliedern die größte Untergruppe im Stader Schützenverein. Allerdings sei „die allgemeine Leistungsbereitschaft“ nicht mehr so hoch wie in den Anfangsjahren, sagt Ohlerich. Der Fokus liege jetzt vielmehr auf der Freizeitgestaltung und dem Hobby-Schießen. Dabei habe das Bogenschießen so viel zu bieten: Ohlerich spricht vom „Dreiklang“ aus Körper, Geist und sozialen Kontakten.

Nach 50 Jahren sei nun ein Generationswechsel angesagt, sagt er, eine junge Truppe sei im Aufbau. Trainiert wird dienstags und freitags. Wer Interesse hat, wird vor Ort mit „vereinseigenem Material“ ausgestattet. (st)

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