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Urheberrecht und KI

Trump: KI-Modelle müssen für Inhalte nicht bezahlen

US-Präsident Donald Trump will weniger Leitplanken für amerikanische KI.

US-Präsident Donald Trump will weniger Leitplanken für amerikanische KI. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Trump ist sich sicher: Künstliche Intelligenz darf Inhalte wie Zeitungsartikel und Bücher nutzen - doch einen Zwang zum Bezahlen sieht er nicht. Was sind seine Argumente?

Von dpa Donnerstag, 24.07.2025, 00:40 Uhr

Washington. Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump müssen sich amerikanische KI-Modelle nicht an Urheberrechte halten. „Wenn jemand ein Buch oder einen Artikel liest, hat er sich umfangreiches Wissen angeeignet. Das bedeutet jedoch nicht, dass er gegen das Urheberrecht verstößt oder mit jedem Anbieter von Inhalten Verträge abschließen muss“, argumentierte er auf einem Gipfel zur Künstlichen Intelligenz. Er unterzeichnete nach seiner Rede mehrere Dekrete, durch die Rechenzentren für die Regierung schneller genehmigt und der Einsatz amerikanischer KI-Modelle in anderen Ländern gefördert werden sollen.

Ziel werde es fortan sein, „alles zu tun, um weltweit führend im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu sein“, sagte der Republikaner. Trump zeigte sich davon überzeugt, dass sich KI in den USA nicht erfolgreich entwickeln könne, „wenn man für jeden einzelnen Artikel, jedes Buch oder alles andere, was man gelesen oder studiert hat, bezahlen muss“.

Trump ist wichtig für amerikanische Tech-Industrie

In den USA gehören zu den wichtigsten KI-Unternehmen unter anderem die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI, Microsoft und der Chipkonzern Nvidia. Sie liefern sich gegenseitig ein Rennen und konkurrieren zudem mit ausländischen Unternehmen wie dem chinesischen Start-up DeepSeek. 

Die amerikanische Tech-Industrie hatte im vergangenen Jahr zu großen Teilen auf Trump gesetzt - in der Hoffnung, dass er im Weißen Haus regulatorische Hürden für die Branche lockern oder abschaffen wird.

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