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US-Zölle

USA: Startschuss für milliardenschwere Zoll-Rückerstattungen

Die US-Regierung hat den Prozess zur Rückerstattung von unrechtmäßigen Zöllen begonnen. (Symbolbild)

Die US-Regierung hat den Prozess zur Rückerstattung von unrechtmäßigen Zöllen begonnen. (Symbolbild) Foto: Christian Charisius/dpa

Nach einem wegweisenden Urteil gegen viele von Trumps Zöllen können Unternehmen mit einem Online-System nun Geld zurückfordern. Erste Rückzahlungen sollen in zwei bis drei Monaten erfolgen.

Von dpa 20.04.2026, 20:40 Uhr
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Washington. Mit dem Start eines neuen Online-Portals hat die US-Regierung den Prozess zur Rückerstattung von Zöllen begonnen, die das oberste Gericht des Landes für unrechtmäßig erklärt hat. Über das System mit dem Namen CAPE können Importeure seit Montag Anträge auf Rückzahlung stellen. Nach Schätzungen der US-Zollbehörde geht es um rund 166 Milliarden US-Dollar. Frühere Berechnungen der University of Pennsylvania kommen sogar auf bis zu 175 Milliarden Dollar – etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts. 

Anspruch auf die Rückzahlungen haben ausschließlich die Unternehmen, die die Zölle direkt entrichtet haben. Ob und in welchem Umfang Verbraucher indirekt profitieren, etwa durch sinkende Preise, ist unklar. In einer ersten Phase werden zunächst vor allem noch nicht endgültig geprüfte oder kürzlich abgeschlossene Zollfälle bearbeitet. Ältere Fälle sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Zum Start des Systems reichten laut Medienberichten tausende Unternehmen Anträge ein. Nach Angaben der Behörden könnten genehmigte Rückzahlungen innerhalb von 60 bis 90 Tagen erfolgen. 

Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte US-Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen zahlreiche Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese in einer Grundsatzentscheidung im Februar für rechtswidrig. Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied daraufhin, dass Importeure damit grundsätzlich Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben. 

Bereits nach dem Urteil war mit einer Welle von Rückforderungen gerechnet worden. Zahlreiche Unternehmen, darunter auch der US-Logistikkonzern FedEx, hatten Klagen eingereicht, um Rückzahlungen durchzusetzen. Experten hatten gewarnt, die Vielzahl an erwarteten Anträgen könne Chaos auslösen.

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