Ungewöhnlich viele heiße Tage im Juni in Hamburg
Die Hamburger Außenalster mit ihren Grünanlagen bietet bei sommerlicher Hitze Abwechslung und Abkühlung. (Archivbild) Foto: Jonas Walzberg/dpa
Erst Regen, dann Sonne satt: Der Juni in Hamburg bringt heiße Tage und überrascht mit historischen Temperaturen.
Hamburg. Hamburg hat einen ungewöhnlich warmen Juni erlebt. Die Temperatur lag im Mittel bei 19,2 Grad und damit 3,5 Grad höher als in der Referenzperiode von 1961 bis 1990, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Juni-Bilanz mitteilte. Die Hansestadt erlebte sechs heiße Tage mit Höchstwerten von mehr als 30 Grad. Ähnliche Werte habe es nur in den Jahren 1917 und 1947 gegeben.
Regen und Sonnenschein ziemlicher Durchschnitt
Wenig auffällig waren die Niederschlagsmenge von im Mittel rund 69 Litern je Quadratmeter und die Sonnenscheindauer von rund 237 Stunden. Zu erwarten wären hier statistisch 70 Liter und 216 Stunden. Interessant die Verteilung: Der Regen konzentrierte sich eher auf die erste, der Sonnenschein eher auf die zweite Monatshälfte.
Juni im Norden bringt Wärme
Der Juni hat Schleswig-Holstein ungewöhnliche hohe Temperaturen gebracht. Bundesweit blieb das Land zwischen den Meeren nach der vorläufigen Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aber Temperatur-Schlusslicht. Mit einem Mittelwert von 17,7 Grad war es in Schleswig-Holstein in diesem Juni im Durchschnitt 2,7 Grad wärmer als in der Referenzperiode von 1961 bis 1990.
Helgoland erlebt Temperaturrekord
Auf Deutschlands einziger weit vom Festland abgelegenen Insel Helgoland wurde nach DWD-Angaben am 27. Juni mit 30,4 Grad ein Allzeitrekord gemessen.
Regenreicher Norden
Beim Niederschlag schnitt das nördlichste Bundesland überdurchschnittlich ab. Es fielen rund 87 Liter Regen je Quadratmeter. Der Durchschnitt liegt für diesen Monat bei 69 Litern. Kein anderes Bundesland erhielt im Juni so viel Niederschlag. In Erfde (Kreis Schleswig-Flensburg) fielen am 27. Juni in Verbindung mit einem heftigen Gewitter mit 77,2 Liter je Quadratmeter. Das war gleichzeitig das deutschlandweite Tagesmaximum für Juni.
Im erwartbaren Rahmen hielt sich der Sonnenschein. Mit etwa 239 Stunden wurde das statistische Mittel von 225 Stunden etwas überschritten.
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