Zähl Pixel
Wattenmeer

Vogelgrippe-Virus bei toten Seehunden nachgewiesen

Seehunde robben ins Wasser. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Seehunde robben ins Wasser. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Bei drei im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer gefundenen toten Seehunden ist ein Geflügelpest-Virus nachgewiesen worden. Auch im Ausland ist das Virus schon auf Säugetiere übergesprungen.

Dienstag, 21.09.2021, 06:51 Uhr

Zunächst seien mehrere tote Seehunde am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover in Büsum untersucht worden, teilte das Umweltministerium mit. Dabei wurde bei zwei Tieren der Virus-Subtyp H5N8 nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor bestätigte jetzt die Infektion bei drei Proben. Nach ersten Untersuchungen besteht eine große Ähnlichkeit zu den in den vergangenen Monaten bei Wildvögeln nachgewiesenen Vogelgrippeviren.

Tote Tiere nicht anfassen

Ein Überspringen von H5N8-Viren auf Säugetiere sei im vergangenen und in diesem Jahr bereits bei vier Seehunden, einer Kegelrobbe und einem Fuchs in Großbritannien sowie bei einer Kegelrobbe in Schweden berichtet worden, teilte das Ministerium mit. Seit Mitte August sei eine leichte Häufung von toten und noch lebenden auffälligen Seehunden im Wattenmeer festgestellt worden. Seit mehr als einer Woche seien keine weiteren toten Seehunde gemeldet worden. Strandbesucher sollen Seehunde nicht anfassen und Hunde auf Abstand halten.

Der Bestand an Seehunden im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer lag im vergangenen Jahr nach Ministeriumsangaben bei rund 15.400 Tieren. Für das laufende Jahr liegen noch keine Zahlen vor. 2014 und 2015 hatte es ein überregionales Seehundsterben gegeben, das durch ein Influenza-Virus des Subtyps H10N7 ausgelöst worden war. (dpa)

Mit dem kostenlosen TAGEBLATT-Web-Push-Service immer auf dem Laufenden bleiben

Weitere Themen

Weitere Artikel

Buckelwal in der Nordsee freigesetzt

Der aus einer flachen Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgene Buckelwal ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative und nach Bildern des Livestream-Anbieters News5 in der Nordsee freigesetzt worden. Der Wal sei gegen 9.00 Uhr nicht mehr im Lastkahn (...).

Schlepper übernimmt Barge mit gestrandetem Wal

Ein Schlepper hat die Barge mit dem an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal übernommen. Auf Livestreams war zu sehen, wie der mit Wasser gefüllte Lastkahn, mit dem der Wal in die Nordsee gebracht werden soll, von kleineren Booten aus der Kirchsee der Insel Poel heraus (...).

Buckelwal in Lastkahn für den Transport angekommen

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier bewegte sich in die sogenannte Barge, nachdem Helfer ihn zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten, wie auf Livestreams zu sehen war.

Gestrandeter Buckelwal schwimmt weg

Der an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Buckelwal schwimmt weg. Dies war auf Livestreams im Internet zu erkennen. Der Meeressäuger lag seit dem 31. März in der Wismarbucht vor der Insel Poel fest.

Minister gibt Okay für Rettungsversuch für Wal

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister gibt grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal. Das Konzept sehe eine Bergung des lebenden Tieres und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik (...).
Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.