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Landesrechnungshof

Weniger Betreuungsaufgaben für Lehrkräfte gefordert

Eine Lehrerin schreibt eine Mathematikaufgabe auf eine digitale Schultafel.

Eine Lehrerin schreibt eine Mathematikaufgabe auf eine digitale Schultafel. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Landesrechnungshof kritisiert, dass Lehrer in Niedersachsen zu häufig mit Aufgaben abseits des Unterrichtens beschäftigt sind. Sie fordern Entlastung an mehreren Stellen.

Von dpa 25.01.2024, 06:25 Uhr
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Hannover. Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen sollten nach Ansicht des Landesrechnungshofs weniger für Betreuungsaufgaben eingesetzt werden, um mehr unterrichten zu können. „Zur Sicherstellung des Pflichtunterrichts sollten Lehrkräfte nicht für reine Betreuungsaufgaben eingesetzt werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des akuten Lehrermangels“, sagte Sandra von Klaeden, Präsidentin des Niedersächsischen Landesrechnungshofs, in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung.

Langfristig würden die Betreuungsstunden zunehmen. Dies hänge etwa mit dem gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung in der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/27 zusammen, hieß es.

Der Landesrechnungshof forderte mehr pädagogische Mitarbeiter, IT-Experten sowie Verwaltungsfachleute für die Schulen im Land. „Damit sich die Lehrerinnen und Lehrer wieder mehr auf ihr Kerngeschäft des Unterrichtens konzentrieren können, muss das Land sie von diesen Aufgaben entlasten“, sagte Susanne Haack, zuständige Abteilungsleiterin im Landesrechnungshof. Zahlreiche Vollzeitstellen an niedersächsischen Grundschulen gehen laut Landesrechnungshof verloren, weil sich Lehrkräfte etwa mit der technischen Wartung der IT beschäftigen müssten.

Der Landesrechnungshof ist nach eigenen Angaben weder Teil der Exekutive, der Judikative noch der Legislative. Der Landesrechnungshof ist ausschließlich der externen Finanzkontrolle verpflichtet und hat keinen politischen Auftrag. Im Mittelpunkt steht die Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes.

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