Wächst oder schrumpft die Bevölkerung im Landkreis Stade?
Der Blick von oben auf die Hansestadt Stade. Foto: Martin Elsen
In der Mehrheit der niedersächsischen Gemeinden ist die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr gesunken. Im Kreis Stade sieht es minimal anders aus.
Landkreis. Niedersachsen verliert leicht an Bevölkerung – allerdings entwickeln sich die Regionen sehr unterschiedlich. Das geht aus Zahlen des Landesamtes für Statistik hervor.
Landesweit lebten zum Jahresende 2025 ziemlich genau 8 Millionen Menschen in Niedersachsen – rund 4000 weniger als ein Jahr zuvor. Bereits 2024 war die Einwohnerzahl um eine ähnlich hohe Zahl gesunken. Innerhalb von zwei Jahren nahm die Bevölkerung damit minimal um rund 0,1 Prozent ab.
Landkreis Stade trotzt dem Trend
Im Landkreis Stade wird hingegen im Vergleich ein kleines Plus an Einwohnern verzeichnet:
- 2024: 207.700 Einwohner
- 2025: 207.935 Einwohner
Das macht ein Plus von 235 Menschen oder 0,11 Prozent. Prinzipiell sind die Veränderungen marginal - das zeigt auch der Blick auf die Stader Nachbarkreise: Cuxhaven (+0,02 Prozent), Harburg (-0,05 Prozent), Rotenburg (-0,03 Prozent).
Den größten Bevölkerungsverlust verbuchte niedersachsenweit im vergangenen Jahr der Landkreis Northeim: Die Einwohnerzahl ging dort um etwa 0,7 Prozent zurück – exakt 931 Menschen weniger. Dahinter folgten Wilhelmshaven und der Landkreis Goslar mit einem Minus von jeweils rund 0,6 Prozent. In Salzgitter und im Landkreis Helmstedt sank die Einwohnerzahl jeweils um etwa 0,5 Prozent.
Am stärksten wuchs dagegen der Landkreis Göttingen mit einem Plus von 0,9 Prozent. Es folgten der Landkreis Cloppenburg mit einem Plus von 0,5 Prozent und die Stadt Oldenburg mit 0,3 Prozent.
Insgesamt nahm die Einwohnerzahl in 532 der 941 niedersächsischen Gemeinden und bewohnten gemeindefreien Bezirke ab. 386 verzeichneten einen Zuwachs, in 23 blieb die Zahl unverändert.
Bevölkerung ist so alt wie nie
Gleichzeitig altert die Bevölkerung weiter. Das Durchschnittsalter erreichte im vergangenen Jahr mit rund 45 Jahren einen neuen Höchststand. 1990 hatte es noch bei rund 40 Jahren gelegen. Frauen waren im Durchschnitt 2,6 Jahre älter als Männer.
Die regionalen Unterschiede sind beträchtlich: Im Landkreis Cloppenburg lebte mit durchschnittlich 41,8 Jahren die jüngste Bevölkerung. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg lag das Durchschnittsalter dagegen bei 49,2 Jahren.
Fast jeder Achte ohne deutschen Pass
Die Zahl der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit stieg binnen eines Jahres um 0,7 Prozent auf rund 940.000. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung erreichte mit 11,7 Prozent ebenfalls einen Höchstwert.
Besonders hoch war der Anteil in der Stadt Hannover mit 21,4 Prozent und in Salzgitter mit 21,3 Prozent. Am niedrigsten lag er in den Landkreisen Friesland mit 6,0 Prozent und Wittmund mit 6,5 Prozent.
Die Angaben beruhen auf der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022. Dabei werden unter anderem Geburten, Sterbefälle, Zu- und Fortzüge sowie nachträgliche Korrekturen der Behörden berücksichtigt. (dpa/tip)
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