Gefährliches Virus

Zustand des Ebola-Patienten verbessert sich weiter

Ein Ebola-Patient wird in Frankfurt behandelt. (Symbolbild)

Ein Ebola-Patient wird in Frankfurt behandelt. (Symbolbild) Foto: Florian Wiegand/dpa

Vor einer Woche kam ein mit Ebola infizierter Patient auf die Sonderisolierstation des Frankfurter Uniklinikums. Die Behandlung hilft ihm.

Von dpa 20.07.2026, 14:25 Uhr

Frankfurt/Main. Eine Woche nach der Ankunft eines mit Ebola infizierten Patienten in der Frankfurter Uniklinik geht es dem Mann zunehmend besser. Der Gesundheitszustand der erkrankten Person habe sich deutlich gebessert, teilte eine Sprecherin der Universitätsmedizin mit. Der US-Amerikaner, der als Logistiker für eine Hilfsorganisation im Einsatz war, hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo angesteckt.

Der Patient weise die typischen Symptome auf, hieß es weiter aus der Uniklinik. Er sei mit dem Bundibugyo-Virus infiziert, der im Kongo grassierenden Ebolavirus-Variante. „Der Zustand der Person konnte dank des engagierten Einsatzes des hoch qualifizierten Personals sowie der Behandlung auf der speziell eingerichteten Isolierstation stabilisiert werden.“ Für die Mitarbeitenden bestehe keine Gefahr. 

Patient ist seit einer Woche in der Uniklinik

Wie die Organisation Samaritan’s Purse mitgeteilt hatte, handelt es sich bei dem Patienten um einen ihrer Mitarbeiter. Seit 15 Jahren schon arbeite er als Katastrophenhelfer und gehe freiwillig in diese Einsätze. „Er hatte keinen direkten Patientenkontakt und hat nicht ärztlich, sondern in der Logistik gearbeitet“, hatte die christliche Organisation erklärt. Samaritan’s Purse ist nach eigenen Angaben eine international tätige, christliche Hilfsorganisation, die mit mehreren internationalen Teams vor Ort im Kongo arbeitet.

Der Mann kam am Montag (13. Juli) in Frankfurt an. In der Uniklinik Frankfurt wurden bereits in der Vergangenheit Patientinnen und Patienten mit hämorrhagischem Fieber erfolgreich behandelt. Ein Patient war mit Ebola infiziert, zwei weitere mit dem Lassavirus.

Weiterer Ebola-Patient kam im Mai in Berliner Charité 

Bereits knapp zwei Monate zuvor war ein an Ebola erkrankter US-amerikanischer Arzt nach Deutschland gebracht und in der Berliner Charité aufgenommen worden. Nach gut zwei Wochen Behandlung wurde er schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. 

Ebola-Fieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus kann durch direkten Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen werden. Im Kongo in Zentralafrika, wo die beiden infizierten US-Amerikaner tätig waren, ist der jüngste Ebola-Ausbruch besonders schwer einzudämmen. Einer der Gründe: Für den Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Was wäre, wenn der Mond verschwindet?

Er ist mehr als nur ein Begleiter am Nachthimmel. Wäre der Mond plötzlich weg, hätte das tiefgreifende Folgen für die Erde - etwa für Gezeiten, Klima und Ökosysteme. Ein Gedankenexperiment.

Wie entsteht Hagel?

Wussten Sie, dass ein Hagelkorn innen wie eine Zwiebel aussieht? Wie groß war wohl das größte Hagelkorn, das je zur Erde fiel? Die Antworten finden Sie hier.