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Sandvorspülungen

TBassenfleth und Abbenfleth: Das ist der Zeitplan für die Sperrungen der Elbstrände

Immer wieder nagt die Elbe (nicht nur bei Sturmfluten) am Strand in Bassenfleth und spült die Wurzeln der Weiden frei und den Sand weg. Foto: Vasel

Immer wieder nagt die Elbe (nicht nur bei Sturmfluten) am Strand in Bassenfleth und spült die Wurzeln der Weiden frei und den Sand weg. Foto: Vasel

Wie lange werden die Ausflügler die Strände in Bassenfleth im Alten Land in Twielenfleth und vor der Festung Grauerort bei Stade-Abbenfleth (Kehdingen) nicht betreten dürfen? Diese Frage bewegt viele Leser. Das ist der Plan des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe-Nordsee.

Von Björn Vasel Mittwoch, 01.06.2022, 19:30 Uhr

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee feilt mit der ausführenden Firma am Bauzeitenplan. Laut Jörg Fräßdorf werden die Ufervorspülungen im Juli/August stattfinden (das TAGEBLATT berichtete). Das ist das „Zeitfenster“, innerhalb dessen die Gesamtmaßnahme an der Elbe abgewickelt werden soll.

Änderungen durch ungünstige Wetterlagen seien möglich. Lediglich außerhalb der Sturmflutsaison, von Mitte April bis Mitte September, darf an und vor den Deichen gearbeitet werden. „Die geplante Vorspülzeit beträgt im Bereich Bassenfleth drei Wochen und im Uferbereich Grauerort circa eine Woche“, so die Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Ines Petri. Hinzu komme der Zeitbedarf für das Einrichten der Baustelle, das Verlegen der Baustelleneinrichtung von Bassenfleth nach Grauerort und laut WSV die Baustellenräumung, „so dass die voraussichtliche Gesamtdauer circa acht Wochen beträgt“.

Kampfmittelräumdienst im Einsatz

Der Bassenflether Strand liegt im Elbe-Außenbogen an einem Prallhang, hier herrscht starke Strömung. Im Zuge der Elbvertiefung haben die WSA-Fachleute bereits einen stetigen Abtrag im Mittelwasserbereich festgestellt. Nicht nur Winterstürme nagen an den Stränden, auch Sog und Schwell der vorbeifahrenden Containerriesen und das wegen der Fahrrinnenanpassung höher und immer schneller auflaufende Wasser. Der Bund ist aufgrund eines Vertrags von 2009 für das Vorland zuständig.

Vor dem Aufspülen wird in Abbenfleth der Kampfmittelräumdienst im Einsatz sein. Während des Aufspülens und in der Woche danach wird der Strand gesperrt, in der übrigen Zeit die Arbeitsbereiche. Petri: „Da auf frisch aufgespültem Strand die Gefahr des Einsinkens besteht, müssen die Bereiche gesperrt werden.“ Der Wasser-Sand-Mix wird mit Baggerschiffen aus der Elbe geholt und mit Spülrohrleitungen ausgebracht, 330 000 Kubikmeter im Alten Land, 90 000 Kubikmeter in Kehdingen.

Landrat: Strand in Krautsand ebenfalls sichern

Landrat Kai Seefried (CDU) mahnte nach den Frühjahrsdeichschauen an, dass auch der Strand in Krautsand und das Ufer in Nordkehdingen gesichert wird. Die Elbdeiche im Landkreis Stade müssen in den nächsten Jahrzehnten klimawandelbedingt auf 76 Kilometer um bis zu 2,10 Meter erhöht werden. Kreisweit werden 3,9 Millionen Kubikmeter Klei benötigt.

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