10.06.2019, 10:29
„Elbe No. 5“: Einsatzkräfte nehmen austretenden Kraftstoff auf
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  Traditionssegler "No. 5 Elbe“ kollidiert mit Containerschiff
Großer Andrang beim havarierten Lotsenschoner bei Stadersand
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STADE. Weil Betriebsstoffe austreten, geht der Einsatz am havarierten Lotsenschoner „Elbe No. 5“ am Pfingstmontag weiter. Neben Feuerwehr und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft ist jetzt auch das Technische Hilfswerk vor Ort.


Bereits am Sonntagabend zeichnete sich ab, dass die Ölsperren und das Geotextil-Fleece die austretenden Kraftstoffe aufgrund des ausgeprägten Wellenschlags in der Schwingemündung nicht vollends aufnehmen können. In der Nacht hatten Feuerwehr und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft noch einmal die Ölsperren nachgezogen. Das Umweltamt des Landkreises forderte in den frühen Morgenstunden die Ölwehreinheit der Ortsgruppe Cuxhaven vom Technischen Hilfswerk an. Auch das Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Wasserschutzpolizei hatten sich in der Nacht ein Bild von der Lage vor Ort gemacht.

Die Cuxhavener Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk trafen am Montagmorgen mit Lkw, Boot und allerlei Equipment bei dem Havaristen ein. Sie ließen ihr Arbeitsboot zu Wasser und brachten neues Fleece aus. Mit einem Spezialgerät saugen sie den Schmierfilm innerhalb der Ölsperren aus dem Wasser ab. Die Leckage konnten sie im Bereich einer Lüftung lokalisieren. Derweil kontrollieren Feuerwehr und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft die Schwinge und den Stadthafen auf etwaige Gewässerverunreinigungen – bisher ohne Feststellungen, die ein weiteres Eingreifen nötig machen würden.

Am Nachmittag wird ein Schwimmkram erwartet. Bergungsexperten wollen die Takelage abbauen und das Wrack sichern. Bei der Kollision mit dem Containerschiff „Astrosprinter“ sind unter anderem die Masten des Lotsenschoners gebrochen. Wann die „Elbe No. 5“ geborgen wird, ist nach wie vor unklar. Der Eigner muss dem Wasser- und Schifffahrtsamt ein Bergungskonzept vorlegen. Mit den voraussichtlich mehrere Tage dauernden Bergungsarbeiten wird frühestens im Laufe der kommenden Woche gerechnet.

Rückblick: Auf der Elbe vor Stadersand ist der Traditionssegler „Elbe No. 5“ am Sonnabendmittag mit dem Containerschiff „Astrosprinter“ kollidiert. Aus Ausflugsschiff mit 43 Menschen an Bord schlug Leck. Acht Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden. Den Einsatzkräften von Feuerwehr und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft, die zufällig wegen eines anderen Einsatzes in der Nähe waren, gelang es in letzter Minute, den voll Wasser laufenden Lotsenschoner zum Anleger zu schleppen. Die Ehrenamtlichen konnten alle Passagiere von Bord holen, ehe das schwer beschädigte Schiff auf den Grund der Schwinge sank.

Hunderte Schaulustige kamen am Sonnabend zum Anleger in Stadersand, um sich das Wrack anzusehen. In Scharen versammelten sie sich bei bestem Wetter hinter dem Flatterbrand an der Einsatzstelle. Mehrere Reisebusse machten an der Unglücksstelle Station. Dutzende Sportboote und Yachten passierten die Einsatzstelle auf der Schwinge. Die Passanten kamen aus der gesamten Bundesrepublik. Am Pfingstmontag wird wegen des regnerischen Wetters mit weniger Andrang gerechnet. Die Einsatzstelle ist mit Bauzäunen gesichert.

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