11.12.2017, 01:31
Großalarm in Essel: Zwölf Rinder sterben in Feuersbrunst
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ESSEL. Am späten Sonntagabend ist auf einem Bauernhof in der Ortschaft Essel (Gemeinde Kutenholz) ein Stall in Flammen aufgegangen. Zwölf Rinder starben. 200 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren bekämpften den Brand.

Eine durch Essel fahrende Autofahrerin meldete den Brand über die Notrufnummer 112 in der Rettungsleitstelle des Landkreises. Da schlugen die Flammen bereits aus dem Stall an der Dorfstraße. Um 21.18 Uhr lösten die Disponenten den Alarm aus. 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren Essel, Kutenholz, Mulsum, Aspe und Fredenbeck sowie Bremervörde und Hesedorf aus dem Nachbarlandkreis Rotenburg rückten aus. Kein ungefährliches Unterfangen angesichts der schneeglatten Straßen. Als die Feuerwehrleute auf dem Hof eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Ein Feuerball war weithin sichtbar.

Für zwölf Rinder, die in dem Stall untergebracht waren, kam jede Hilfe zu spät. Sie verendeten in der Feuersbrunst. In dem Stall lagerten Sägespäne und Stroh. Auch landwirtschaftliche Maschinen fielen dem Brand zum Opfer. Ein eingemauerter Dieseltank, gefüllt mit 1000 Litern, sorgte dafür, dass die Flammen immer wieder in die Höhe schossen. Feuerwehrsprecher Lukas Klempahn beziffert den Schaden auf „mindestens 150 000 Euro“.

Auch die Drehleiter der Bremervörder Feuerwehr kam zum Einsatz, um das Feuer aus der Höhe abzulöschen. Das Foto ist auf dem Dach des Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Fredenbeck entstanden.

Die Feuerwehrleute verlegten mehrere hunderte Meter lange Schlauchleitungen zu den Zisternen im Ort. Sie agierten teilweise unter schwerem Atemschutz und konnten verhindern, dass die Flammen auf benachbarte Hof- und Wohngebäude übergriffen. Auch die Drehleiter der Bremervörder Feuerwehr kam zum Einsatz, um das Feuer aus der Höhe abzulöschen. Schließlich fielen ein Teil der hölzernen Balkenkonstruktion und ein angrenzender Wellblechunterstand in sich zusammen. Verletzte waren nicht zu beklagen. Die Notfallsanitäter der DRK-Rettungswache in Bargstedt und die Einsatzkräfte der DRK-Bereitschaft mussten nicht eingreifen.

Brandursache ist noch unklar

Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Beamte des Einsatz- und Streifendienstes sowie die Tatortgruppe der Polizeiinspektion Stade haben mit den Ermittlungen begonnen. In den nächsten Tagen werden speziell geschulte Brandermittler die Ruine in Augenschein nehmen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0 41 41/10 22 15 zu melden.

Kurz vor Mitternacht rückten die ersten Kräfte wieder ab. Die Dorfstraße (Landesstraße 123) blieb während des Löscheinsatzes für rund zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht. Die ganze Nacht über blieb eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vor Ort.

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