27.08.2017, 15:14
Motoryacht läuft auf der Elbe auf Grund

KRAUTSAND. Eine Motoryacht ist am Sonntagmittag auf der Elbe bei Glückstadt, gegenüber der Insel Krautsand, auf einen Leitdamm aus Steinen gefahren. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Freiwillige Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an.

Die Wasserretter der DLRG-Wache am Elbstrand von Krautsand hatten gegen 13 Uhr beobachtet, wie der 70-jährige Skipper aus Winschoten (Niederlande), der mit seiner elf Meter langen Yacht von Hamburg nach Cuxhaven unterwegs war, in Richtung Glückstadt fuhr. Hier wollte er eine Pause einlegen. Bei ablaufendem Wasser steuerte er die Tonnen im Nebenfahrwasser an. Allerdings hatte er die Seekarten falsch gedeutet und nicht bemerkt, dass er sich nicht an der Einfahrt zum Nebenfahrwasser befand, berichtete DLRG-Sprecher Thomas Lührs. So überquerte die Yacht zunächst einen Steindamm. An einem zweiten Leitdamm saß sie dann auf und geriet in Schieflage. Das Boot drohte umzukippen.

Die DLRG-Retter aus Drochtersen brachten den Skipper, seine Frau und zwei Hunde an Bord. Außerdem installierten sie Bergekissen, um die Yacht zu stabilisieren. Da weiteres Equipment nötig war, um ein Umkippen zu verhindern, rückten die Feuerwehren aus Drochtersen, Dornbusch und Stade sowie DLRG-Kräfte aus Drochtersen, Stade und Buxtehude an.

Auch das Küstenstreifenboot „Bürgermeister Weichmann“(hinten) der Wasserschutzpolizei Hamburg hatte am Anleger in Krautsand festgemacht. Foto: Beneke

Mit zusätzlichen Bergekissen gelang es den Ehrenamtlichen, den Havaristen zu sichern. Taucher konnten keine Schäden am Rumpf feststellen. Kraftstoff war nicht ausgetreten. Gegen 16 Uhr zogen die Einsatzkräfte die Yacht von dem Leitdamm und schleppten sie in den nächstgelegenen Hafen nach Glückstadt. Hier übergaben sie das Boot an den Eigner. Er wird anteilig für die Bergungskosten aufkommen müssen.

Insgesamt waren 80 Helfer im Einsatz. Auch das Küstenstreifenboot „Bürgermeister Weichmann“ der Wasserschutzpolizei Hamburg hatte am Anleger in Krautsand festgemacht, wo sich viele Schaulustige die Rettungsaktion ansahen. Die Beamten waren gerade im Rahmen einer Revierfahrt in der Nähe der Unglücksstelle und begleiteten den Rettungs- und Bergungseinsatz.

Auch das Küstenstreifenboot „Bürgermeister Weichmann“(hinten) der Wasserschutzpolizei Hamburg hatte am Anleger in Krautsand festgemacht. Foto: Beneke

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