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Sondermüll: Unbekannte entsorgen illegal Altöl am Horneburger Freibad

Mehrere Altöl-Behälter wurden am Horneburger Freibad abgeladen.

Mehrere Altöl-Behälter wurden am Horneburger Freibad abgeladen. Foto: Polizei

16 Behälter mit Altöl wurden auf dem Parkplatz am Horneburger Freibad entdeckt. Der Müllfrevel kann den Verursacher teuer zu stehen kommen.

Von Redaktion Dienstag, 10.03.2026, 05:50 Uhr

Horneburg. Die Altöl-Behälter wurden am vergangenen Wochenende (7./8. März 2026) in der Bürgermeister-Löhden-Straße auf dem Parkplatz hinter dem Freibad entsorgt, teilt der Sprecher der Polizeiinspektion Stade, Rainer Bohmbach, mit. Insgesamt wurden 16 Behälter, augenscheinlich mit Altöl gefüllt, an der Lärmschutzwand zur B73 deponiert. „Der Sondermüll muss jetzt auf Kosten der Gemeinde entsorgt werden“, sagt Bohmbach.

Erkennt jemand die Behälter?

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des entsprechenden Umweltschutzverstoßes eingeleitet und sucht jetzt den Verursacher und Zeugen, die sachdienliche Hinweise dazu geben können. „Vielleicht erkennt ja auch jemand die Behälter oder weiß, von wem sie stammen könnten“, hofft der Stader Polizeisprecher.

Hinweise nimmt die Polizeistation Horneburg unter 04163/ 828950 entgegen.

So teuer ist die illegale Müllentsorgung

Wird der Verursacher des Müllfrevels erwischt, kann das teuer werden.

Wer Altöl in Niedersachsen lagert, ablagert oder behandelt, zahlt laut Bußgeldkatalog je nach Menge eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro:

  • bis 5 Liter kosten 50 bis 100 Euro
  • bis 20 Liter 100 bis 500 Euro
  • über 20 Liter 500 bis 25.000 Euro

Ähnlich hoch sind die Strafen, wenn Mineralöl in niedersächsische Gewässer gelangt. Landen weniger als 5 Liter Mineralöl in oberirdischen Gewässern, kann eine Geldstrafe von bis zu 2500 Euro verhängt werden. Bei mehr als 5 Litern sind es bis zu 25.000 Euro. Bis zu 25.000 Euro können ebenfalls verhängt werden, wenn das Öl ins Grundwasser gelangt. Andere Bundesländer sind deutlich rigoroser: Bis zu 100.000 kann das Bußgeld dafür betragen.

Wo im Landkreis Stade Altöl entsorgt werden kann

Altöl darf grundsätzlich nicht im Hausmüll oder in der Umwelt entsorgt werden.

Kostenlos können Privatpersonen hausaltsübliche Mengen in Geschäften abgeben, die Motoröl verkaufen. Allerdings ist das Geschäft nicht verpflichtet, Altöl anzunehmen, das nicht dort gekauft wurde, und kann einen Nachweis, zum Beispiel einen Kassenbon, verlangen. Ist der Beleg verloren gegangen, kann das Geschäft die Annahme verweigern oder eine Gebühr für die Entsorgung verlangen. Je nach Art des Öls sind das laut ADAC zwischen 5 und 15 Euro pro Liter.

Eine weitere Möglichkeit, Altöl, aber auch Gasflaschen und Feuerlöscher zu entsorgen, ist die Anlaufstelle für Sonderabfälle des Landkreises Stade. Das Abfallwirtschaftszentrum Stade-Süd (Klarenstrecker Damm 50) nimmt Sonderabfälle in haushaltsüblichen Mengen in fester und flüssiger Form entgegen. Für die Altlöl-Entsorgung wird eine Gebühr von 1,44 Euro/kg fällig.

Zwar kann man beim Schadstoffmobil des Landkreises Stade ebenfalls Sondermüll abgeben - Altöl, Gasflaschen und Feuerlöscher sind jedoch von der Annahme ausgeschlossen. (pm/set)

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