Kühe brechen aus und stürzen tief in Güllegrube
Die Rettung der Kühe erforderte so viele Einsatzkräfte, dass auch die Feuerwehr Neuenwalde nachalamiert werden musste. Foto: Soeren Stache/dpa
Die Tiere stürzten auf dem Hof im Kreis Cuxhaven in die unterirdische Falle. Die Rettung dauerte Stunden.
Geestland. Am Sonntag wurde die Feuerwehr Krempel im Landkreis Cuxhaven gegen 1.15 Uhr zu einer Tiernotlage in die Ortsallee alarmiert. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen waren rund 20 Kühe aus einer Stallung ausgebrochen, mehrere stürzten in eine circa drei Meter tiefe, unterirdische Güllegrube.
Wie viele Tiere sich in der Grube befanden, konnte anfangs nicht abschließend festgestellt werden. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte hatte der Landwirt Maßnahmen ergriffen und fünf Tiere aus der Grube retten können. Die Feuerwehr leitete sofort umfassende Erkundungs- und Rettungsmaßnahmen ein. Der betroffene Kellerbereich erstreckt sich über eine Länge von rund 40 Metern unterhalb der Stallanlage. Insgesamt befinden sich vier nebeneinanderliegende Kellerabschnitte unter der Stallung. Parallel zu den Tätigkeiten in der ersten Grube wurden angrenzende Kellerbereiche vorsorglich kontrolliert und abgepumpt, um den Aufenthalt weiterer Tiere in diesen Bereichen auszuschließen.
Feuerwehr und Landwirte retten sechs Kühe
Aufgrund des erhöhten Personalbedarfs wurde frühzeitig die Feuerwehr Neuenwalde nachalarmiert. Darüber hinaus unterstützte ein weiterer Landwirt die Feuerwehren vor Ort. Mehrere Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz und mit Leinen gesichert in den Kellerbereich vor. Im Verlauf des Einsatzes gelang es den Kräften, eine weitere Kuh zu lokalisieren und aus der Grube zu retten. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Landwirten und der Feuerwehr konnten insgesamt sechs Tiere gerettet werden. Der Einsatz stellte die Kräfte aufgrund der beengten Platzverhältnisse, der Tiefe der Güllegrube sowie der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen vor besondere Herausforderungen. Die Einsatz- und Aufräumarbeiten dauerten insgesamt rund vier Stunden. (pm/skw)
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