27.08.2019, 08:51
Neue Details zur Kettensägen-Attacke in Stade

STADE. Die Polizei hat weitere Informationen zu der gewaltsamen Auseinandersetzung in der Stader Innenstadt bekanntgegeben, die am Montagnachmittag in einen Verkehrsunfall gemündet ist. Ein Mann hatte seinen Widersacher mit einer Kettensäge attackiert.


Demnach waren der 47-jährige Fahrer eines in Dänemark zugelassenen Kia-Kombi und sein 16-jähriger Sohn die Initiatoren der Auseinandersetzung. Sie sollen laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach „offenbar mit Vorsatz“ auf einen vorausfahrenden Opel Corsa der späteren Opfer aufgefahren sein. Auf dem Parkplatz vor dem Fachmarktzentrum an der Hansestraße setzte der 47-Jährige seine aggressive Handlungsweise fort, indem er ein weiteres Mal gegen den Pkw der Opfer fuhr.

Kurz darauf warf er einen brennenden Molotowcocktail auf den 30-jährigen Fahrer des Corsa, der am Körper und am Boden zersplitterte. Anschließend nahm er aus dem Kofferraum seines Kombis eine Motorsäge, schaltete sie ein und ging auf den 33-jährigen Beifahrer des Corsa los. Er konnte sich unverletzt „durch einen Sprung zur Seite retten“, sagt Bohmbach. Derweil trat der 16-Jährige mehrfach gegen den Opel.

Massives Polizeiaufgebot im Einsatz

Die mit einem massiven Personalaufgebot angerückten Polizeibeamten brachten die aggressiven Männer zu Boden und konnten sie fixieren. Zeitweise waren rund ein Dutzend Beamte vor Ort. Der 30-jährige Opel-Fahrer erlitt durch die Kollision und die Flasche des Molotowcocktails leichte Verletzungen. Er wollte jedoch nicht von den Notfallsanitätern des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, die mit Rettungswagen angerückt waren, behandelt werden. Auch einen Transport ins Stader Elbe Klinikum lehnte er ab. Der 33-jährige Beifahrer blieb nach Angaben der Polizei unverletzt.

Die Polizisten nahmen den Kia-Fahrer und seinen Sohn vorläufig fest. Sie kamen in den Stader Polizeigewahrsam und mussten die Nacht zu Dienstag in den Zellen verbringen. Außerdem mussten sie sich einer richterlich angeordneten Blutprobe unterziehen. Zu den Hintergründen der Auseinandersetzung konnte Polizeisprecher Bohmbach auch am Dienstagmorgen noch keine Angaben machen: „Die Ermittlungen in dieser Sache dauern weiter an.“ Im Laufe des Dienstags sollen sie vernommen werden.

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