13.09.2020, 02:19
Tumult nach nächtlichem Verkehrsunfall in Stade

STADE. Auf der Bremervörder Straße in Stade hat sich in der Nacht zu Sonntag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Zwei Fahrzeuge stießen zusammen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz. An einer benachbarten Tankstelle kam es derweil zu tumultartigen Szenen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte der Fahrer einer BMW-Limousine vom Gelände der Score-Tankstelle auf die Bremervörder Straße abbiegen. Auf der Bremervörder Straße war ein mit zwei Insassen besetzter Opel-Lieferwagen stadtauswärts unterwegs. Kurz nachdem dieser die Tankstellen-Ausfahrt passiert hatte, bog der BMW nach rechts auf die Bremervörder Straße ein. Kurz darauf fuhr er auf den Opel auf – den Unfallspuren zufolge in hohem Tempo. Zeugen berichteten, dass der BMW den Opel nahezu un gebremst und mit erhöhter Geschwindigkeit erwischt haben soll. Bei dem Lieferwagen handelte es sich um ein Fahrzeug mit Gas-Antrieb.

Bei der Score-Tankstelle kam es zu tumultartigen Szenen. Die Polizei schritt mit einem Großaufgebot ein.

Verkäuferin schrie um Hilfe

Da zunächst davon ausgegangen worden war, dass womöglich Verletzte in den beiden beschädigten Fahrzeugen eingeklemmt sein könnten, rückten neben den Notfallsanitätern des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes und einem Notarzt des Stader Elbe Klinikums auch die Einsatzkräfte vom Zug I der Stader Feuerwehr an.

Eine Gruppe von rund einem Dutzend Männern, offenbar aus dem Umfeld des Unfallverursachers, hielt sich noch auf dem Gelände der Tankstelle auf. Während sich die Einsatzkräfte um die Unfallstelle kümmerten, drangen die Männer in den Tankstellen-Shop ein. Eine Verkäuferin schrie um Hilfe. Die Polizisten eilten herbei, holten die Männer aus dem Laden und befragten sie draußen. Mit mehreren Streifen- und Zivilfahrzeugen brauste Verstärkung an.

In Rettungswagen ging es für die Verletzten zur weiteren Behandlung ins Stader Elbe Klinikum.

Kreuzung gesperrt

Es dauerte eine Weile, bis die Beamten die aufgebrachte Gruppe, die immer größer wurde, beruhigen konnten. Einige Männer aus dem Umfeld des BMW-Fahrers waren im Laufe des Einsatzes mit dem Auto hinzugekommen. Was hinter der Aufregung stand, blieb zunächst unklar. Zu Ingewahrsamnahmen kam es vor Ort nicht, nach einer Dreiviertelstunde entfernten sich die Männer von der Einsatzstelle.

Die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes versorgten die Unfallopfer, die zum Teil verletzt im Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Stader Elbe Klinikum gebracht wurden. Die Feuerwehrleute sicherten die Einsatzstelle ab und stellten den Brandschutz sicher. Später leuchteten sie den Unfallort aus und fegten Trümmerteile zusammen. Die Bremervörder Straße blieb im Kreuzungsbereich zu den Bundesstraßen 73 und 74 für rund eine Stunde gesperrt. Die beschädigten Unfallfahrzeuge wurden schließlich abgeschleppt.

Beamte der Stader Polizeiinspektion sprachen von Zisch-Geräuschen bei dem gasbetriebenen Opel kurz nach ihrem Eintreffen. „Unsere Messungen haben ergeben, dass keine Gefahr mehr bestand“, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister Wilfried Sprekels. Nach rund einer Stunde war der Einsatz für die Freiwilligen beendet.

Leserbrief


Weitere Topthemen aus der Region:
  • 25.09.2020, ELSTORF
    Diebe stehlen Werkzeug aus Transporter
    Mehr
  • 25.09.2020, GNARRENBURG
    Kriminelle scheitern mit Enkeltrick
    Mehr
  • 25.09.2020, LANDKREIS
    Betrugsmasche: Falsche Polizisten rufen an
    Mehr
  • 24.09.2020, BUXTEHUDE
    Amtsgericht in Buxtehude vorübergehend evakuiert
    Mehr
  • 23.09.2020, BECKDORF
    Feuer in Beckdorfer Wohnhaus
    Mehr
  • 23.09.2020, HAUSBRUCH
    Zwei falsche Polizisten festgenommen
    Mehr
  • 23.09.2020, WINGST
    Radfahrer an der B 73 bei Unfall schwer verletzt
    Mehr
  • 23.09.2020, HAMBURG
    Fliegerbombe an Autobahn 7 entschärft
    Mehr
  • 23.09.2020, HAMBURG
    Granate in der Binnenalster entdeckt
    Mehr
  • 23.09.2020, HAMBURG
    Streifenwagen kommt nicht – Senior stirbt
    Mehr