Ärztemangel: Landkreis fördert Medizinstudenten
Vor allem auf dem Land herrscht bereits ein Ärztemangel. Foto: Pixabay/Darko Stojanovic
Das Stipendienprogramm „Landgang“ für Studierende geht in eine neue Runde. Der Landkreis Stade unterstützt angehende Medizinerinnen und Mediziner mit bis zu 1000 Euro im Monat. Der Bewerbungsschluss für den nächsten Durchgang naht.
Mit dem Stipendium fördert der Landkreis Studierende der Humanmedizin. Wer die finanzielle Unterstützung erhält, muss für zwei bis fünf Jahre im Landkreis in einer Praxis oder einem Krankenhaus ärztlich tätig sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Verbundenheit mit der Region - zum Beispiel durch den Nachweis im Kreis Stade zu leben, von hier zu stammen oder Fachpraktika im Landkreis absolviert zu haben.
Bis zum 31. Oktober 2022 können Studentinnen und Studenten sowie Ärztinnen und Ärzte, die sich in einer Weiterbildung befinden, ihre Bewerbung einsenden. Eingeladen sind auch Studierende, die vorher eine andere Ausbildung absolviert haben.
Drohender Ärztemangel im Kreis Stade
Mit dem Stipendium möchte der Landkreis präventiv einer drohenden Unterversorgung entgegensteuern. Um der hohen Bedeutung der ärztlichen Versorgung für die Menschen in der Region gerecht zu werden, hat der Landkreis bereits einige Förderprojekte aufgelegt.
Medizinern soll so ein attraktives Arbeitsumfeld geboten werden. Ein Beispiel: Seit 2017 begeistert „Landgang“ Studierende für Praktika in der hausärztlichen Versorgung im Landkreis. Durch das Projekt haben bereits innerhalb von fünf Jahren knapp über 70 Medizinstudierende ein Praktikum im Kreis Stade absolviert. (st)