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Tarifkonflikt

Gewerkschaft ruft Schulbeschäftigte in Stade zum Warnstreik auf

Eine Teilnehmerin eines Warnstreiks bläst in eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft GEW. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

Eine Teilnehmerin eines Warnstreiks bläst in eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft GEW. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat die Bildungsgewerkschaft GEW in Niedersachsen Schulbeschäftigte zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Gestreikt werden soll an diesem Mittwoch auch in Stade. Unterrichtsausfall droht.

Montag, 08.11.2021, 14:21 Uhr

Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder. Die niedersächsische GEW will nach eigenen Angaben auf die Blockadehaltung der Arbeitgeber hinweisen und sie zu einem Angebot für die dritte Verhandlungsrunde Ende November in Potsdam bewegen.

In Stade ist am Mittwoch, 10. November, eine Kundgebung von 9 bis 12 Uhr am Gewerkschaftshaus, Große Schmiedestraße 18, geplant. Weitere regionale Aktionen sind unter anderem in den Städten Braunschweig, Göttingen, Hameln, Hannover, Oldenburg, Osnabrück sowie Wolfsburg angekündigt; auch in den Landkreisen Harburg (in Hanstedt) und Cuxhaven (in Cuxhaven) soll es Kundgebungen geben.

Unterrichtsausfall droht

„Kollegen und Kolleginnen, die nicht Mitglied einer Gewerkschaft sind, sind genauso aufgerufen sich am Streik zu beteiligen wie Gewerkschaftsmitglieder“, heißt es von der GEW. Damit müssten Schüler wie Eltern mit Unterrichtsausfall rechnen. 

Bereits für Dienstag, 9. November, hat die Gewerkschaft Verdi zu ganztägigen Warnstreiks in Braunschweig aufgerufen, einbezogen seien hier unter anderem Beschäftigte der Technischen Universität (TU), der Straßenmeistereien, von Landesbehörden und des Staatstheaters. Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein wurden zunächst der Hochschulbetrieb und Kliniken bestreikt.

Fünf Prozent mehr Gehalt gefordert

Die zweite Tarifrunde war ergebnislos verlaufen. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro mehr. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), vertreten durch den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), wies die Forderungen als unrealistisch zurück. (mit dpa)

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