Inzidenz im Landkreis Stade sinkt unter 800 - Keine aktuellen Zahlen über Ostern
Eine Mitarbeiterin eines Testzentrums nimmt einen Nasenabstrich für einen Corona-Schnelltest.
Die bundesweite Tendenz spiegelt sich auch im Landkreis wider: Die Inzidenz sinkt. Inwieweit die aktuellen Werte dem tatsächlichen Infektionsgeschehen entsprechen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Dann treffen die Nachmeldungen vom Osterwochenende beim RKI ein.
Das Robert Koch-Institut weist für den Landkreis Stade am Dienstag nach Ostern eine Inzidenz von 723,6 aus. Der Wert ist noch einmal deutlich gesunken. Am Montag lag er bei 936,9, am Sonntag bei 1008,5. Allerdings: Am Wochenende und an Feiertagen übermittelt das Kreis-Gesundheitsamt keine Zahlen an das RKI. Die aktuell berechnete Inzidenz spiegelt das Infektionsgeschehen also nur bedingt wider, alle Infektionen, die über Ostern nachgewiesen wurden, sind im Dienstags-Wert noch nicht berücksichtigt. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.
Inzidenzwert in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 1011,4 (Vortag: 1327,8)
- Rotenburg: 835,3 (Vortag: 1008,6)
- Harburg: 796,0 (Vortag: 860,9)
Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter
Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 669,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 808,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1087,2 (Vormonat: 1735,0).
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 22 483 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 162 790 registrierte Ansteckungen – allerdings war jener Montag kein Feiertag.
Sieben weitere Corona-Todesfälle in Deutschland
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 7 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 289 Todesfälle – wobei zu beachten ist, dass jener Montag ein normaler Werktag war. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23 459 628 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Donnerstag mit 6,41 an (Mittwoch: 6,49). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen, an Wochenenden und Feiertagen wird diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz nicht aktualisiert. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 20 347 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 132 960.