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Verbraucher

Kehrtwende: EWE will nun doch die Strompreise erhöhen

Auch Preise für Energie sind Preistreiber in der Teuerungsrate. Foto: Demy Becker/dpa

Auch Preise für Energie sind Preistreiber in der Teuerungsrate. Foto: Demy Becker/dpa

Die turbulente Entwicklung auf den Strommärkten aber durchkreuzt nun die EWE-Kalkulation: Der Energieversorger wird seine Strompreise im ersten Halbjahr des neuen Jahres erhöhen.

Dienstag, 25.01.2022, 08:15 Uhr

Das kündigte Oliver Bolay, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH, im Gespräch mit unserer Redaktion an. Noch im November 2021 hatte das Unternehmen mit Sitz in Oldenburg seinen Kunden mitgeteilt, dass sein Strom ab Januar 2022 um mehr als einen Cent pro Kilowattstunde billiger wird. Der Versorger gab damit einen Teil der Senkung der EEG-Umlage zum Ausbau der erneuerbaren Energien weiter.

Stromversorger EWE will Preise erhöhen

Wegen steigender Nachfrage kostete Strom auf dem Tagesmarkt etwa im Dezember fast viermal so viel wie in normalen Zeiten. Auch EWE muss ungeplant auf diesen teuren Märkten Strom kaufen – weil etliche Billiganbieter insolvent gingen und deren Kunden von den Grundversorgern wieder aufgenommen werden müssen. Im Falle der EWE sind das norddeutschlandweit 70.000 neue Kunden, für die nun zusätzlich Strom und Gas kurzfristig am Markt eingekauft werden muss. Laut Bolay macht das die Preisanhebung unumgänglich.

Wegen der Ankündigungsfrist von sechs Wochen dürfte der neue Strompreis für EWE-Kunden frühestens ab April greifen. Wie hoch die Steigerung ausfällt, ist noch nicht bekannt. Verträge mit Preisgarantie sind davon bis zum Laufzeitende nicht betroffen. (cli/lit)

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