Erste Weißstörche zurück im Kreis Stade
Störche begrüßen sich mit lautem Geklapper. Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser
Es klappert wieder im Landkreis: Die ersten Weißstörche sind wieder da. Wir freuen uns über Ihre Fotos von den Frühlingsboten.
Landkreis. Das milde Wetter der vergangenen Tage lockt die Weißstörche zurück in den Landkreis. Leser Reinhard Paulin bekam schon welche in Aspe und Fredenbeck vor die Linse.
Warum nicht alle Störche, die hier landen, auch hier bleiben, verrät der ehrenamtliche Storchenbetreuer Gert Dahms.
Erste Sichtungen bereits am 9. und 12. Februar
Bereits am 9. Februar sei der erste Storch 2026 im Kreis Stade gesichtet worden – nämlich in Hammah. Allerdings war er nur für ein paar Tage vor Ort und flog dann fort. „Bei den nun ankommenden Störchen handelt es sich nicht unbedingt um die vorjährigen Brutstörche. Es könnten auch Durchzügler sein, die dann weiter im Norden brüten“, erklärt Dahms das Verhalten.
Ab dem 12. Februar kamen Meldungen aus Stade, Hohenwedel und Schölisch. In Burweg wurden am 14. Februar bereits zwei Störche am Nest beobachtet. Hier wird noch überprüft, ob der beringte Storch aus dem Vorjahr dabei ist. Weitere Meldungen kamen aus Bargstedt, Ruschwedel, Harsefeld und Dollern sowie aus Estorf, Ahlerstedt und Sauensiek.
Aufruf: Schicken Sie uns Ihr schönstes Storchen-Foto
Wir wollen nun wissen, wo die Störche schon unterwegs sind und wo sie sich vielleicht schon häuslich niedergelassen haben. Sie haben einen Storch oder sogar ein Paar gesichtet? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit ein paar zusätzlichen Informationen an online@tageblatt.de. Beschreiben Sie kurz, wo Sie das Foto aufgenommen haben und was die Tiere gemacht haben. Die besten Fotos und Storch-Geschichten veröffentlicht das Tageblatt.
Hinweis: Mit der Einsendung Ihrer Bilder erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung in allen TAGEBLATT-Medien einverstanden. Am Mittwoch hat Leser Reinhard Paulin diesen Storch in Aspe gesichtet.
Foto: Reinhard Paulin
Vögel kommen immer früher zurück
Noch vor 20 Jahren kamen die Störche erst Anfang April aus ihren Überwinterungsgebieten in Afrika zurück in ihr nordisches Brutgebiet. „Ursachen für die frühere Rückkehr von inzwischen zwei Monaten sind zum einen der Klimawandel und zum anderen die Überwinterung vieler Störche im nahen Spanien“, erklärt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Amtes Naturschutz des Landkreises Stade. Leider grassierte die Vogelgrippe bei den Störchen in ihren Überwinterungsgebieten. In der Umgebung von Madrid wurden insgesamt rund 1.000 verendete Weißstörche vermeldet und eingesammelt. „Wir hoffen auf einen guten Bruterfolg unserer Störche im Landkreis Stade“, sagt Dr. Andreas. „Voriges Jahr waren 107 Nester besetzt. Davon haben 79 Storchenpaare erfolgreich gebrütet mit 140 Jungvögeln.“
Alles Wissenswerte zur Lebensweise der Weißstörche und zu ihren Niststandorten im Kreisgebiet ist zu finden auf der Internetseite des Landkreises Stade – Suchbegriff: Weißstorch. (dh/pm)
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