Keine neuen Zahlen: Inzidenz im Landkreis Stade sinkt
PCR-Tests von Patienten liegen im Labor Nordlab in einem Kühlschrank. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Deutschlandweit - und damit auch im Landkreis Stade - enden an diesem Wochenende viele Corona-Maßnahmen. Aufgrund des Meldeverzugs sinkt die Inzidenz in der Region, nachdem sie am Sonnabend auf ein weiteres Rekordhoch gestiegen war.
(Letztes Update am Sonntag, 20. März, 13.45 Uhr: Zahlen aus den Elbe Kliniken hinzugefügt.)
Nachdem das Kreis-Gesundheitsamt am Sonnabend keine neuen Daten übermittelt hatte, meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für den Landkreis Stade am Sonntag (Stand: 20. März, 3.36 Uhr) eine Inzidenz von 1.149,2 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Sonnabend hatte der Wert bei 1316,7 gelegen und damit einen neuen Höchststand seit Pandemie-Beginn erreicht. Vor einer Woche hatte der Wert im Landkreis zum ersten Mal die 1000er-Marke überschritten und lag bei 1030,4.
Am Wochenende meldet der Landkreis Stade keine neu nachgewiesenen Infektionen an das Robert-Koch-Institut. Ohnehin gehen Gesundheitsexperten von einer hohen Zahl von Fällen aus, die derzeit gar nicht erfasst sind. Kontakte werden vom Kreis-Gesundheitsamt nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.
Mehr Corona-Patienten im Krankenhaus
Vom Landkreis Stade lagen am Sonntagmorgen keine aktuellen Fallzahlen vor. Mit Stand vom Freitag registrierte der Landkreis 544 neue Corona-Fälle, die Gesamtzahl der seit Beginn positiv getesteten Personen liegt demnach bei 29.926. Aktuell sind 3289 Menschen nachweislich infiziert, das sind 83 mehr als in der Vormeldung. Die Zahl der in Zusammenhang mit dem Coronavirus Verstorbenen liegt unverändert bei 181. Seit Beginn der Pandemie sind 26.456 Personen genesen, die Zahl hat sich seit der Vormeldung um 461 erhöht. (Stand: Freitag, 18. März, 15 Uhr. Quelle: Landkreis Stade)
Über die Situation in den Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude gibt es aktuell noch keine neuen Informationen. Der letzte Stand stammt von Sonnabend, 19. März. Zu dem Zeitpunkt wurden 19 Corona-Patienten stationär behandelt, sieben mehr als in der Vormeldung. Auf der Intensivstation liegt aktuell kein Patient. (Stand: 20. März, Quelle: IVENA).
Viele Corona-Regeln weggefallen
Trotz hoher Corona-Infektionszahlen fallen am Sonntag erste bundesweite Schutzauflagen in Deutschland weg. So werden fürs Zugfahren mit der Deutschen Bahn von heute an keine 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete mehr benötigt, wie das Infektionsschutzgesetz nunmehr festlegt. Die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gilt aber weiter. Aufgehoben ist nun auch die gesetzliche Verpflichtung zu 3G-Zutrittsnachweisen am Arbeitsplatz. Künftig sollen Unternehmen selbst die Gefährdungslage einschätzen und in betrieblichen Hygienekonzepten Schutzmaßnahmen festlegen können.
Inzidenzwerte in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 1.513,4 (Vortag: 1514,4)
- Rotenburg: 1.472,5 (Vortag: 1625,1)
- Harburg: 1.479,6 (Vortag: 1434,3)
(Stand: RKI, 20. März, 3.36 Uhr)
Inzidenz bundesweit bei 1708,7
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einer längeren Phase des Anstiegs erstmals wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1708,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1735,0 gelegen, vor einer Woche bei 1526,8 (Vormonat: 1346,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 131 792 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.04 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 146 607 Ansteckungen.
Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern. Oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 50 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18 553 100 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 7,81 an (Donnerstag: 7,58). Darunter sind viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht mitgeteilt.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntagmorgen mit 14 528 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 916. (fe/mit dpa)