Keine Zahlen übermittelt: Inzidenz im Landkreis Stade am Montag rückläufig
Wegen täglich Hunderter neuer Corona-Fälle im Landkreis Stade wird die Kontaktnachverfolgung noch strenger priorisiert. Foto: dpa-Bildfunk
Da das Kreis-Gesundheitsamt am Wochenende keine Zahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt, ist die Inzidenz im Kreis Stade auch an diesem Montag gesunken. Nach fast zwei Jahren können Kunden in Niedersachsen wieder ohne Maske einkaufen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade liegt am Montag (Stand: 4. April, 3.09 Uhr) nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1.393,7 und ist damit gegenüber dem Vortag gesunken. Neue Corona-Infektionen wurden am Sonntag nicht gemeldet. Die Fälle vom Wochenende fließen frühestens am Montag in die Statistik ein.
Zum Vergleich: Am Sonntag hatte der Wert bei 1.447,7 gelegen, am Sonntag vor einer Woche bei 1581,1. Mit Stand vom Freitag wurden seit Pandemie-Beginn 37.689 Menschen im Kreis Stade nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet; 184 Covid-19-Patienten sind verstorben.
Am Montag werden den Angaben zufolge 14 Corona-Patienten in den Elbe Kliniken Stade und Buxtehude behandelt (-1 gegenüber der Vormeldung), einer von ihnen (+1) auf der Intensivstation (Quelle: IVENA, 4. April).
Erster Verkaufstag für viele Geschäfte ohne Maskenpflicht
Am Montag fällt in Niedersachsen und vielen anderen Bundesländern die Maskenpflicht in Geschäften. In Buxtehude war das maskenfreie Einkaufen schon am verkaufsoffenen Sonntag möglich. Laut einer Insa-Umfrage will eine Mehrheit der Deutschen trotzdem freiwillig weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Eine Facebook-Umfrage unter TAGEBLATT-Nutzern zeigt ein gemischtes Bild. Mittels Hausrecht können Einzelhändler festlegen, ob in ihren Räumlichkeiten eine Maske getragen werden muss.
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Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen begrüßt den Wegfall der Maskenpflicht. Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Verbands, konnte noch nicht abschätzen, wie viele Betriebe weiterhin auf eine Maskenpflicht bestehen werden. Dies sei eine Einzelfallentscheidung. Er betonte, die Einschränkungen der vergangenen Jahre hätten deutliche Spuren bei den Geschäften hinterlassen.
Nach dem geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz können Länder nur noch niedrigschwellige Corona-Maßnahmen anordnen, etwa eine Maskenpflicht im Nahverkehr, in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen.
Inzidenzwerte in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 2.184,3 (Vortag: 2184,3)
- Harburg: 1.271 (Vortag: 1.513,6)
- Rotenburg: 1.481 (Vortag: 1.519,9)
Quelle: RKI, 4. April, 3.09 Uhr
Bundesweite Inzidenz liegt bei 1424,6
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1424,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1457,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1700,6 (Vormonat: 1196,4).
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 41.129 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.55 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 67.501 Ansteckungen.
Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.
Mehr als 21 Millionen bestätigte Infektionen
Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 20 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 21.668.667 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,33 an (Donnerstag: 7,21). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 17.156.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 130.052. (fe/mit dpa)