Landkreis Stade warnt erneut vor Afrikanischer Schweinepest
Ein Schild mit der Aufschrift «Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen, Pufferzone». Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Die hochansteckende Afrikanische Schweinepest (ASP) bereitet dem Veterinäramt des Landkreises Stade weiterhin große Sorgen. Die Behörde appelliert deshalb erneut an Tierbesitzer, sich an die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen zu halten.
"Die Seuche ist für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich und verursacht großes Tierleid", sagt Veterinäramtsleiterin Dr. Sibylle Witthöft. Außerdem sei der dadurch verursachte wirtschaftliche Schaden enorm, wie es in einer Presseinformation heißt. Für Menschen sowie für alle anderen Haus- und Wildtiere ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) hingegen ungefährlich.
Im September 2020 wurde die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland – in Brandenburg, nahe der Grenze zu Polen–bei Wildschweinen nachgewiesen. Seitdem breitet sie sich in der Wildschweinpopulation aus. Vereinzelt waren auch Haltungen von Hausschweinen betroffen, wie etwa ein großer Mastbetrieb im Landkreis Rostock. Seit dem ersten Nachweis in Deutschland und bis zum 28. Dezember 2021 ist die ASP bei mehr als 3000 Wildschweinen nachgewiesen worden: 2301 in Brandenburg, 784 in Sachsen und 7 in Mecklenburg-Vorpommern.
Tot aufgefundende Wildschweine melden
„Es muss alles darangesetzt werden, um einen ASP-Eintrag in Hausschweinebestände zu verhindern“, sagt Witthöft. Dazu müssten alle Halter von Schweinen die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Das gelte auch für Besitzer von Minipigs. Gleichzeitig müsse ein möglicher ASP-Eintrag in die Wildschweinpopulation möglichst frühzeitig erkannt werden. Hierzu sei es unerlässlich, dass tot aufgefundene Wildschweine unverzüglich unter 04141/12 39 10 gemeldet werden.